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Dienstag, 30 März 2021 13:34

Hessen: Bester Verlauf für die neue Verbindungskurve bei Kassel steht fest

Die als „Kurve Kassel“ bezeichnete neue Verbindungsstrecke zur Umfahrung des Kasseler Rangierbahnhofs soll zwischen Mönchehof und Ihringshausen entstehen. Zu diesem Ergebnis ist die Deutsche Bahn (DB) nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile verschiedener möglicher Streckenführungen gekommen.

Ziel ist es, die Strecke wieder attraktiv für den Güterverkehr zu machen und so mehr Verkehr von der Straße auf die umwelt- und klimafreundliche Schiene zu bekommen. Dafür soll eine rund 6,5 Kilometer lange neue Verbindungskurve zwischen der bestehenden Bahnstrecke entstehen, die den Zügen den Umweg über den Kasseler Rangierbahnhof und damit mindestens 45 Minuten Zeit spart. „45 Minuten schneller. Die Verbindungskurve schafft ein attraktives Angebot für den Güterverkehr. Wir tragen so zu unserem gemeinsamen Ziel bei, das Klima zu schützen und mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, sagt Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Infrastrukturprojekte Mitte, DB Netz AG. „Bei der Auswahl der Streckenführung, ging es darum, welche Variante am schonendsten für Mensch und Umwelt ist.“

Die nun gewählte Variante 4B zerschneidet die Landschaft nur gering neu und gewährleistet optimalen Lärmschutz. Bei Vellmar verläuft die Strecke in einem 2,4 Kilometer langen Tunnel. Auch die Umwelt wird geschont: Es müssen keine Eingriffe in geschützte Gebiete erfolgen und im Vergleich zur Variante 5 wird das Stadtbild von Vellmar nicht beeinträchtigt. Zudem bietet die gewählte Streckenführung ausreichend Kapazitäten für die zukünftige Entwicklung des Nahverkehrs.

Das Ergebnis dieses so genannten Variantenvergleichs teilte die Deutsche Bahn den Teilnehmer:innen des „Runden Tischs“ zur Kurve Kassel am Abend mit. Das Treffen fand aufgrund der aktuellen Situation als Online-Konferenz statt. Seit Februar 2019 kommt das Gremium regelmäßig zusammen, um sich über das Vorhaben zu informieren und Hinweise und Anregungen aus der Region frühzeitig in den Planungsprozess einfließen zu lassen. Insgesamt wurden in den vergangen zwei Jahren sieben möglich Trassenverläufe entwickelt, im Detail untersucht und im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile miteinander verglichen. Auch eine so genannte weiteräumig Umfahrung über Altenbeken - Northeim – Nordhausen wurde auf Anregung aus der Region geprüft. Diese stellt jedoch allein schon aufgrund der geringen Streckenkapazität und des hohen Investitionsbedarfs keine umsetzbare Alternative dar.

Die gewählte Trassenführung wird nun von der Deutschen Bahn als Antragsvariante in das erforderliche Raumordnungsverfahren eingebracht. Der Dialog mit der Region wird auch in den weiteren Planungsschritten fortgeführt. Für Juni ist ein nächstes Treffen des „Runden Tisches“ geplant. Im Anschluss geht es darum, die parlamentarische Befassung vorzubereiten. Hierbei werden in der Region bestehende Forderungen zur Antragsvariante ermittelt, die über das gesetzliche Maß hinaus gehen und daher einer gesonderten Finanzierung bedürfen.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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