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Montag, 05 April 2021 13:33

Baden-Württemberg: NVBW schreibt Studie über alternative Antriebstechnologien aus

Die NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen für Alternative Antriebstechnologien ausgeschrieben (2021/S 065-167052).

Aufgrund des Elektrifizierungskonzepts von zahlreichen Bahnstrecken in Baden-Württemberg sollen keine Neufahrzeuge mit Dieselantrieb mehr beschafft werden. Dennoch besteht mittelfristig der Bedarf, neue Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf den nicht elektrifizierten Stecken einzusetzen. Es ist derzeit offen, ob der Einsatz von elektrischen Zügen mit Oberleitungselektrifizierung, der Einsatz von Wasserstoff-Hybrid- (H2MU), von Oberleitungs-/Batterie-Hybridzügen (BEMU) oder von Dieselhybridzügen wirtschaftlich tragfähig ist.

Je nach Option sind an den Strecken spezifische zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen erforderlich. Vor diesem Hintergrund sollen in dieser Untersuchung Erkenntnisse über die technische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Erreichung eines lokal emissionsfreien SPNV auf nicht elektrifizierten Strecken erarbeitet werden. Die Ergebnisse der Studie sollen die Basis für eine integrierte Planung von Fahrzeugeinsatz, Vergabenetzen und Infrastruktur mit den genannten Zielen bilden und den zeitlichen Gesamtrahmen aufzeigen.

Die ausgeschriebene Untersuchung soll, anknüpfend an diese und ggf. weitere geeignete Studien, die spezifische Situation auf den unten genannten Strecken in Baden-Württemberg betrachten und hieraus Empfehlungen für das weitere strategische Vorgehen herausarbeiten. Dort angenommene Kennwerte und Kenngrößen sind auf die spezifischen Verhältnisse der Strecken in Baden-Württemberg zu beziehen.

Der geschätzte Wert der Studie ohne MwSt. beträgt 260 000 EUR.

Quelle EU-Amtsblatt

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Letzte Änderung am Montag, 05 April 2021 13:40