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Freitag, 08 Dezember 2017 09:30

Brandenburg: VCD zur Jungfernfahrt für Straßenbahn-Erweiterung in Potsdam

PRO BAHN Berlin-Brandenburg begrüßt die Erweiterung der Straßenbahn im Potsdamer Norden zum Campus Jungfernsee. Das Angebot wurde auch auf Drängen des Fahrgastverbandes noch vor Betriebsbeginn erweitert. Gleichzeitig mahnt der Fahrgastverband, Kapazitäten und Nachfrage weiterhin aufmerksam im Auge zu behalten.

„Es ist ein wirklicher Erfolg für die städtische Schiene als modernes Verkehrsmittel“, äußert zur bevorstehenden Eröffnung Julian Krischan, stellvertretender Vorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN Berlin-Brandenburg e.V.

Bereits in diesen Tagen verkehren im Potsdamer Norden die neuen Straßenbahnfahrzeuge des Typs „Combino XL“ im Fahrschuleinsatz. Die Eröffnung am kommenden Samstag kann symbolisch dafür stehen, auch im Land Brandenburg wieder stärker auf das moderne städtische Verkehrsmittel der Straßenbahn zu setzen. Diese Trendwende zeigte sich auch, als vor einigen Wochen eine finanzielle Lösung für die in die Jahre gekommene Infrastruktur der Straßenbahnen in anderen Brandenburger Kommunen gefunden werden konnte.

PRO BAHN Berlin-Brandenburg begrüßt, dass die neue Straßenbahnlinie zum Campus am Jungfernsee werktags nun doch ganztägig alle zehn Minuten verkehren wird – und nicht wie ursprünglich angedacht zeitweise nur in einem 20-Minuten-Takt. Der Fahrgastverband PRO BAHN hatte Ende Juli auf drohende Kapazitätsengpässe hingewiesen, daraufhin wurden die Planungen geändert.

Damals hatte PRO BAHN auch kritisiert, dass alle Buslinien an der Straßenbahnhaltestelle enden sollten. Nun bleiben die Buslinien 604, 609 und 638 wenigstens in der Hauptverkehrszeit weiterhin bis Potsdam Hauptbahnhof durchgebunden – und enden nicht am neuen Straßenbahnendpunkt Campus Jungfernsee.

Angesichts der stark anhaltenden städtebaulichen Entwicklung im Potsdamer Norden und in den nördlichen Stadtteilen mahnt PRO BAHN Berlin-Brandenburg e.V., die Kapazitäten und die Nachfrage der Fahrgäste weiterhin genau im Auge zu behalten. „Die verlängerten Straßenbahnfahrzeuge fangen tagsüber gerade mal die Fahrgäste auf, die vom bzw. bis Campus Jungfernsee die dorthin verkürzte Buslinie nach Spandau benutzen“, urteilt der Potsdamer Verkehrsfachmann und stellvertretende Vorsitzende von PRO BAHN Berlin-Brandenburg, Julian Krischan.

Der massive Zuwachs an Fahrgästen, die in Kürze durch die viele neue Wohnungen dazukommen werden, sei hier noch nicht eingerechnet. Von Seiten der Verkehrsbetriebe habe es ein Signal gegeben, dass weitere Nachsteuerung möglich sei. „Diese Nachsteuerung muss dann aber auch erfolgen“, so Julian Krischan.

PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

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