english

Montag, 19 April 2021 09:14

Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern: Pro Bahn protestiert entschieden gegen die Abschaffung des Ostsee-Tickets

Vor über 20 Jahren hat die Deutsche Bahn AG das "Ostsee-Ticket" erfunden, um den Berlinern ein gutes Angebot zu machen, für den (Kurz-) Urlaub an der Ostsee den Schienenverkehr zu nutzen. Das Angebot war so angelegt, dass damit Regional- und Fernverkehrszüge gleichermaßen genutzt werden können, darauf gründete auch der Erfolg des Tickets.

Nunmehr will die Deutsche Bahn AG das Angebot abschaffen, angeblich, weil es zu Überfüllung gekommen sei. Generell ist dazu zu sagen, dass die Reaktion auf zu große Nachfrage beim öffentlichen Verkehr grundsätzlich nicht die Abschaffung von Ticket-Angeboten sein kann, sondern der Ausbau des Zugangebots.

Wenn es bei einzelnen Zügen des Fernverkehrs zu Problemen gekommen ist, gäbe es einfache Abhilfe: Reservierungspflicht für das Ostsee-Ticket in Fernzügen, das hätte auch den Vorteil, dass die Nachfrage besser gesteuert wird und die Kunden einen garantierten Sitzplatz in den Fernzügen haben. Reservierungen auch kurzfristig mit der Navigator-App vorzunehmen, ist inzwischen für die Reisenden nicht mehr allzu kompliziert.

Das Prinzip, dass das Ticket für Regional- und Fernzüge der Deutsche Bahn AG und anderer Anbieter gleichermaßen gilt, sollte jedoch nicht aufgegeben werden.

PRO BAHN appelliert dringend an die DB, die Abschaffung des Ostsee-Tickets zu überdenken.

Pressemeldung Pro Bahn Landesverband Berlin/Brandenburg e.V

Zurück