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Dienstag, 04 Mai 2021 13:46

NRW: NWL will emissionsfreie BEMU-Fahrzeuge für 12 Strecken untersuchen

Die Geschäftsstelle Bielefeld des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zur Markterkundung für den Einsatz lokal emissionsfreier BEMU-Fahrzeuge über ein "NWL-Finanzierungsmodell" veröffentlicht (2021/S 086-222508).

Der NWL beabsichtigt, für den Betrieb von Linien auf nicht- und teil-elektrifizierten Strecken lokal emissionsfreie BEMU-Fahrzeuge einzusetzen. In diesem Zusammenhang untersucht der NWL, in welchem Umfang die BEMU-Fahrzeuge beschafft und eingesetzt werden können. Geplant ist, die Finanzierung dieser Fahrzeuge mit einem speziellen Modell zu unterstützen. In dem Modell wird der Auftragnehmer voraussichtlich sowohl für die Bereitstellung der Fahrzeuge als auch deren Verfügbarkeit verantwortlich sein.

Der NWL beabsichtigt, für den Betrieb von Linien auf nicht- und teil-elektrifizierten Strecken lokal emissionsfreie BEMU-Fahrzeuge einsetzen. Es handelt sich dabei um folgende Linien:

• RB 68 (Münster - Sendenhorst),
• RB 76 (Harsewinkel - Gütersloh - Verl),
• RB 51 (Dortmund Hbf - Enschede),
• RB 52 (Dortmund Hbf - Lüdenscheid),
• RB 53 (Dortmund Hbf - Iserlohn),
• RB 63 (Münster Zentrum Nord - Coesfeld),
• RB 67 (Münster Hbf - Bielefeld Hbf),
• RB 71 (Bielefeld Hbf - Rahden),
• RB 73 (Bielefeld Hbf - Lemgo-Lüttfeld),
• RB 74 (Bielefeld Hbf - Paderborn Hbf),
• RB 75 (Bielefeld Hbf - Osnabrück Hbf),
• RE 82 (Bielefeld Hbf - Detmold).

Diese Markterkundung richtet sich insbesondere an Hersteller von geeigneten BEMU-Fahrzeugen sowie an Finanzierer der Fahrzeuge, z. B. Leasinggesellschaften. Das neue Finanzierungsmodell soll die Besonderheiten lokal emissionsfreier Fahrzeuge berücksichtigen, so dass der NWL flexibel auf die technischen Entwicklungen reagieren kann. Daher wird das Finanzierungsmodell voraussichtlich kein Eigentum des NWL und keine Wiedereinsatzgarantie über die Laufzeit eines ersten Verkehrsvertrages hinaus vorsehen. Innerhalb dieses Modells sollen die Verantwortlichkeiten dort angesiedelt werden, wo sie am besten und wirtschaftlichsten umgesetzt werden können.

Die Beschaffung der Fahrzeuge soll von der Ausschreibung der Betriebsleistungen getrennt sein. Der NWL schließt mit einem Auftragnehmer einen sog. "Beschaffungsvertrag" ab. Als Auftragnehmer kommen beispielsweise Leasinggesellschaften o. ä. in Betracht. Im Beschaffungsvertrag verpflichtet sich der Auftragnehmer, die Fahrzeuge über einen vom NWL vorgegebenen Leasingvertrag einem oder mehreren EVU bereitzustellen. Vertragspartner des Leasingvertrages sind der Auftragnehmer und das jeweilige EVU.

Quelle EU-Amtsblatt

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Letzte Änderung am Dienstag, 04 Mai 2021 13:56