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Freitag, 15 Dezember 2017 19:27

Sachsen: PRO BAHN fordert Umsetzung der Empfehlungen der ÖPNV-Strategiekommission

Heute hat die ÖPNV-Strategiekommission Sachsen ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie empfiehlt darin eine Reihe von Maßnahmen, die den Öffentlichen Personennahverkehr im Freistaat für zukünftige Entwicklungen wappnen soll. In ihrem Bericht macht die Kommission zugleich deutlich, dass zur Umsetzung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von 500 Mio. Euro pro Jahr notwendig sein wird. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert von der Regierung das klare Bekenntnis zur Umsetzung dieser Empfehlungen und die zuverlässige Bereitstellung der entsprechenden Mittel. Besonderen Fokus legt der Verband auf den Sachsen-Takt.

"Mit dem Strategiebericht und dem Regierungswechsel stehen wir in Sachsen vor einer Grundsatzentscheidung: Will die neue Regierung, dass der ÖPNV in Zukunft für mehr Menschen im Freistaat eine verlässliche Alternative zum eigenen Auto darstellt? Dann muss sie zusammen mit dem Landtag und den Kommunen die Weichen dafür stellen und einen zuverlässigen finanziellen Planungsrahmen schaffen.", meint Anja Schmotz, stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbands PRO BAHN Mitteldeutschland.

Gerade im ländlichen Raum wurden in den vergangenen Jahren Verkehrsangebote ausgedünnt und Schienenverkehre abbestellt. Die Empfehlungen der Kommission eröffnen hier eine neue Perspektive: "Mit dem Sachsen-Takt kommen wir zu einer Angebotsplanung, die Fern-, Regional- und auch Busverkehr gut miteinander verzahnt und die Infrastruktur an diesen Zielvorgaben ausrichtet.", erläutert Schmotz. Integrale Taktverkehre haben sich in der Schweiz bewiesen und sollen nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums sowie der Fahrgastverbände auch in Deutschland umgesetzt werden.

"Mit der konsequenten Umsetzung des Sachsen-Takts werden neue Anschlüsse hergestellt, es gibt kurze Umsteigezeiten und die Verbindungen werden für die Fahrgäste attraktiver. So können wir erreichen, dass größere Teile der Bevölkerung Zugang zum ÖPNV erhalten und zugleich klimafreundlichere Verkehrsmittel gestärkt werden.", erklärt Schmotz.

Pressemeldung Pro Bahn Sachsen

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Letzte Änderung am Freitag, 15 Dezember 2017 19:43