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Montag, 18 Dezember 2017 11:26

Bayern: S-Bahn-Verlängerung Ansbach – Dombühl eröffnet

Mit einer Zugtaufe und einer anschließenden Festveranstaltung wurde heute die Verlängerung der S-Bahn-Linie 4 von Ansbach über Leutershausen-Wiedersbach nach Dombühl feierlich eingeweiht. Der fahrplanmäßige Betrieb wurde bereits am 10. Dezember aufgenommen.

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Grafik DB Netz.

„Mit der Verlängerung nach Dombühl wächst das Nürnberger S-Bahn-Netz um weitere 23 Kilometer und ist nun rund 240 Kilometer lang. Auch auf der neuen Strecke wollen wir die Fahrgäste mit klimatisierten, barrierefreien Fahrzeugen und gutem Service von den Vorzügen des Bahnfahrens überzeugen“, erläutert Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern.

„Wir haben rund 40 Prozent der Baukosten übernommen. Das ist eine gute Investition in die Region, denn wir bestellen zusätzlich rund 170.000 Zug-Kilometer jährlich, um Leutershausen und Dombühl stündlich anzubinden“, betont Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann. „Damit setzen wir den Standard des Bahnlandes Bayern auch auf dieser Strecke um“, lobt Herrmann das neue Betriebskonzept.

Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig ergänzt: „Mit dem neuen Buskonzept des Landkreises Ansbach knüpfen wir an das verbesserte Zugangebot an. In Leutershausen und Dombühl gibt es nun direkte Anschlüsse in viele Städte und Gemeinden, die nicht direkt an der Bahnstrecke liegen. Mit einer Mischung aus Linienverkehr und Rufangeboten schaffen wir auch abends und am Wochen-ende stündliche Verbindungen Richtung Ansbach und Nürnberg sowie zurück. Das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr wird damit deutlich ausgeweitet.“

Jürgen Geier, Bürgermeister der Marktgemeinde Dombühl betont: „Es freut mich sehr, dass ab heute ein S-Bahn-Triebwagen mit dem Namen unserer Gemeinde unterwegs ist. Der S-Bahn-Anschluss ist ein wichtiger Standortfaktor für uns. Um das Zugfahren möglichst attraktiv zu machen, haben wir bereits einen zusätzlichen Park & Ride-Platz gebaut. Und ab 2018 gestalten wir das ehemalige Empfangsgebäude zu einem Dorfladen mit Café um.“

Die Bauarbeiten für die S-Bahn-Verlängerung hatten im März 2017 begonnen und konnten nun pünktlich abgeschlossen werden. Der Bahnhof Dombühl hat einen barrierefreien Bahnsteig für die S-Bahn und eine Unterführung erhalten. In Leutershausen-Wiedersbach entstand eine barrierefreie Station mit zwei Außenbahnsteigen. Die neuen Bahnsteige sind 170 Meter lang und 76 Zentimeter hoch. Dies ermöglicht einen höhengleichen Einstieg in die S-Bahnen.
Ferner erfolgten Anpassungen bei Gleisen, Oberleitungen, Weichen und Signaltechnik. Mit den beiden neuen S-Bahn-Haltepunkten wächst das
S-Bahn Netz Nürnberg auf 79 Stationen. Der Bund und der Freistaat Bayern investierten rund zehn Millionen Euro aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG).

Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember fährt die S-Bahn-Linie 4 alle zwei Stunden über Ansbach hinaus bis Dombühl. Gemeinsam mit dem Regionalexpress von Nürnberg nach Stuttgart, der jetzt auch in Leutershausen-Wiedersbach hält, besteht ein stündliches Zugangebot. Betreiber der Züge ist die DB Regio AG. In der ersten Betriebswoche ist der Verkehr gut angelaufen. Mitarbeiter der Deutschen Bahn waren als Ansprechpartner für die Reisenden vor Ort.

Zeitgleich mit der S-Bahn-Inbetriebnahme wurde das Busangebot erheblich ausgeweitet. In Dombühl bestehen stündliche Anschlüsse über Feuchtwangen und Schopfloch nach Dinkelsbühl. Eine weitere stündliche Buslinie verkehrt von Dombühl über Wörnitz, Schillingsfürst, Diebach und Gebsattel nach Rothenburg ob der Tauber. Insingen wird zweistündlich angebunden.

Am Haltepunkt Leutershausen-Wiedersbach bestehen Busanschlüsse in das Zentrum von Leutershausen. Ab Dezember 2018 sollen dort noch weitere Busverknüpfungen eingerichtet werden.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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