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Dienstag, 19 Dezember 2017 14:38

Bayern: Gelungener Auftakt für den Bürgerdialog zur StUB

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Der Bürgerdialog zur StUB ist eröffnet. Den Startschuss gaben gestern in Herzogenaurach der Vorsitzende des Zweckverbandes StUB Dr. Florian Janik (2. v. re.) und sein Stellvertreter Dr. German Hacker (re.) zusammen mit den Leitern des Zweckverbandes Daniel Große-Verspohl (3. v. li.) und Florian Gräf (2. v. li.). Dr. Christoph Ewen (li.) moderierte die Veranstaltung. Moderator Dr. Christoph Ewen (li.) und der technische Leiter des Zweckverbands Florian Gräf beantworten die Rückfragen und Diskussionsbeiträge der Teilnehmer.

Unter großer Beteiligung fand am Montag, dem 18. Dezember 2017, das erste Dialog-Forum zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) statt. Im Herzogenauracher Vereinshaus trafen sich die rund 80 Mitglieder des Forums zu einem Austausch. Zudem begleiteten über 100 Bürgerinnen und Bürger aus Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach das Treffen vor Ort. Dabei wurden Grundsätze zur Zusammenarbeit im Forum festgelegt und erörtert, wie sich Anregungen aus dem Dialog-Forum mit den Planungen zur Trasse verbinden lassen.

Nach der Begrüßung durch den "Hausherren" und Ersten Bürgermeister Herzogenaurachs Dr. German Hacker, stellte der Vorsitzende des Zweckverbandes StUB und Oberbürgermeister Erlangens Dr. Florian Janik fest: "Information und Dialog sind gerade bei Großprojekten unerlässlich. Denn nur wenn wir von Anfang an Raum für Fragen, Anregungen und Kritik geben, kommen wir am Ende zur besten Planung. Das Dialog-Forum ist das Herzstück unseres Dialogangebots. Ich freue mich, dass sich neben Verbänden und Institutionen auch Bürgerinnen und Bürger so intensiv beteiligen." Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly musste wegen Erkrankung absagen.

Um alle Beteiligten auf den gleichen Informationsstand zu bringen, warf der Zweckverband StUB, der für die Planung, den Bau und den Betrieb der Stadt-Umland-Bahn zuständig ist, einen Blick zurück auf die Planungshistorie mit den verschiedenen Bürgerentscheiden. Im Detail gingen Daniel Große- Verspohl, Geschäftsleiter des Zweckverbandes, und der Technische Leiter Florian Gräf auf die Planung von 2015 ein, die ein L-förmiges-Netz von Nürnberg-Am Wegfeld über den Erlanger Süden, den Hauptbahnhof, Alterlangen und Büchenbach nach Herzogenaurach vorsieht. Dieses Konzept bildet heute die Ausgangsbasis für die weiteren Planungen. Finanziert wird die Bahn aus Mitteln des Bundes, des Landes und einem Eigenanteil der Städte.

Für viele Forums-Teilnehmer interessant war die Darstellung der formalen Genehmigungsverfahren. So stehen in den kommenden beiden Jahren das Raumordnungsverfahren und die Festlegung auf eine Vorzugsvariante an. Am Ende ist klar, wo die Trasse entlangführt, aber wie sie beispielsweise im Straßenzug liegt, bleibt offen. Die dafür notwendige zentimetergenaue Trassenplanung mit der Ausgestaltung der Haltestellen, die das "Wie" festlegt, erfolgt erst für das Planfeststellungsverfahren. Dieses ist, zusammen mit dem Zuwendungsantrag, Anfang der 2020er-Jahre vorgesehen. Parallel zu den Planungen sollen die jeweils aktuellen Themen auch im Forum diskutiert werden.

Wie die Leiter des Zweckverbandes betonten, wird zum jetzigen Zeitpunkt die Diskussion um die verschiedenen Teiltrassenvarianten ergebnisoffen geführt. Man sei gespannt auf die Ideen, die sich im Laufe des Dialoges entwickeln. Sie sagten zu, sich ernsthaft mit den Anregungen auseinanderzusetzen, um diese nach Möglichkeit in die Planungen einfließen zu lassen. Um nicht nur den Forumsteilnehmern die Möglichkeit zur Einflussnahme zu geben, sei der Zweckverband derzeit zudem dabei, ein Modul zu erarbeiten, mit dem Vorschläge und Ideen auch über die Homepage der StUB eingereicht werden können.

Dr. German Hacker betonte am Ende der Veranstaltung: "Das Dialog-Forum hat sein aus meiner Sicht wichtigstes Ziel erreicht, nämlich die Möglichkeit zu geben, dass vielfältige Vorstellungen und Ideen gehört werden, auch von denen, die im Detail einmal anderer Auffassung sind. Das ist wichtig, weil es allen Beteiligten zeigt, wie komplex ein solcher Planungsprozess ist und es schafft Vertrauen in die handelnden Fachleute." Um die nächsten Schritte in Richtung Raumordnungsverfahren zu gehen, stehen die kommenden Termine für den Bürgerdialog fest: Am 7.2.2018 wird in Erlangen ein Forum mit dem Themenschwerpunkt Trassenführung veranstaltet. Dabei sollen in Kleingruppen Vorschläge für die zu wählende Trasse erarbeitet werden. Ab März sind dann Ortsbegehungen vorgesehen, um sich kritische Punkte gemeinsam anzuschauen.

Pressemeldung Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

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