english

Donnerstag, 22 Juli 2021 13:02

NRW/Rheinland-Pfalz: Bonner Schaustellerverband hilft im Katastrophengebiet

unbeschreibliche Verwstung in der Innenstadt von Bad MsntereifelEin Auto wird aus der Erft geborgen

Tief Bernd sorgte Mitte Juli über fast zwei Tage in NRW für außergewöhnlichen Starkregen und verwandelte kleine Bäche in reißende Flüsse. Besonders betroffen waren die Regionen Eifel, das Bergische Land rund um Hagen, die Voreifel und der Düsseldorfer Raum.

2021 Autos werden geborgen (2)2021 mit Tieflader im Einsatz (1)
2021 Hilfstranssport von Kln (2)2021 Hilfstranssport von Kln (1)
Hilfe angekommen!Hilfsaktion
Kein einfaches Durchkommen auf den noch vorhandenen StraßenMllcontainer werden aus der Erft geborgen

Die Folgen waren für die Bewohner katastrophal. Viele Einwohner verloren alles und standen vor dem Nichts. Alles was den reißenden Strömen des Wassers im Weg war, wurde mitgerissen. Die Infrastruktur wurde massiv verwüstet und beschädigt. Straßen, Brücken und Schienenwege wurden weggerissen und waren nicht mehr passierbar. Auch das Telefon- und Mobilfunknetz brach völlig zusammen.

Diese Katastrophe machte die Schausteller sehr betroffen. Schnell handelte der Bonner Schaustellerverband und machte dem Krisenstab Euskirchen ein Hilfsangebot. Der WDR wurde im Rahmen der Hilfsaktion aufmerksam und vermittelte Kontakte. Maschinen, Kräne und sonstige dringend notwendige Materialen hatten die Schausteller im Angebot und wurden aufgrund des bestehenden Berufsverbotes nicht genutzt. Sie konnten aber sofort als Hilfsleistung eingesetzt werden.

In einer konzertierten Aktion wurden von den Schaustellern, die zudem im Raum Euskirchen ihre Depots haben, Hilfstransporte gefahren und defekte Autos abtransportiert. Von Köln nach Altenahr wurden wichtige Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Bettwäsche, Besen, Schaufeln etc. befördert. In Bad Münstereifel, Ilversheim und in Arloff war die Hilfe mehr als gefragt. Es wurden Müllcontainer und Autos aus der Erft mittels Kran geborgen. Fast alle Schausteller hatten ihre Gerätschaften mitgebracht und in den Katastrophengebieten angepackt.

Damit die betroffenen Einwohner und Helfer ein kostenloses warmes Essen erhielten, wurde ein Imbiss in eineinhalb Stunden ins Krisengebiet geschafft, was bei den vielen gesperrten Straßen nicht einfach war. Die Zerstörung ist unbeschreiblich und die Schausteller packten sofort an.

Dazu Roland Barth: „Wir sind froh, dass wir helfen konnten und die Wertschätzung der Menschen erfuhren. Unsere Grundstücke sind nur einen Kilometer entfernt von dem Ort, wo Menschen gestorben sind. Dass wir helfen, war für uns keine Frage. Dies ist eine Gesamtleistung des Schaustellerverbandes Bonn“. Worte können nicht beschreiben, was die Schausteller an diesen Orten geleistet haben! Zahlreiche Danksagungen auch von den Sicherheitsdiensten standen dafür!

Text und Fotos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zurück