english

Mittwoch, 20 Dezember 2017 14:09

Baden-Württemberg/Bayern: Ausschreibung Schienenpersonennahverkehrsleistungen der Augsburger Netze

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (nur Los 1) haben im Amtsblatt der Europäischen Union die Wettbewerbliche Vergabe der Schienenpersonennahverkehrsleistungen der Augsburger Netze ausgeschrieben (2017/S 244-509620).

Die durch die Auftraggeber zu vergebenden Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Los 1 mit ca. 7,4 Mio. Zugkm/Jahr

• Ulm ↔ Augsburg ↔ München,

• Würzburg ↔ Ansbach ↔ Treuchtlingen ↔ Donauwörth ↔ Augsburg,

• Aalen ↔ Nördlingen ↔ Donauwörth.

Im Los 1 sind die Leistungen frühestens ab dem Beginn des Fahrplanjahres 2022 zu erbringen. Der Vertrag für Los 1 endet vsl. zum Ende des Fahrplanjahres 2033.

Der abzuschließende Verkehrsdurchführungsvertrag wird als „Brutto-Vertrag“ ausgestaltet, d.h. die Auftraggeber tragen das Risiko der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen.

Der Verkehrsdurchführungsvertrag wird detaillierte Vorgaben zur Qualität der zu erbringenden Verkehrsleistungen enthalten.

Im Los 1 sind für die Erbringung der Verkehrsleistungen niederflurige Gebrauchtfahrzeuge ab Baujahr 2008 und Neufahrzeuge sind zugelassen.

Der Verkehrsdurchführungsvertrag soll anfänglich auch Verpflichtungen zur Erbringung von Vertriebsleistungen enthalten. Die Auftraggeber werden sich aber vorbehalten, diese Leistungen während der Laufzeit des Verkehrsdurchführungsvertrags abzubestellen und gesondert zu vergeben.

Die Bereitstellung der für die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr erforderlichen Fahrzeuge liegt in der Verantwortung des Verkehrsunternehmens.

Die BEG und der Freistaat Bayern beabsichtigen flankierende Maßnahmen zur Erleichterung der Finanzierung eventuell benötigter Fahrzeuge. Dies geschieht in der Erwartung günstigerer Angebotspreise und zur Förderung des Wettbewerbs um die ausgeschriebenen Verkehrsleistungen.

Der Freistaat Bayern beabsichtigt deshalb im Los 1, im Falle der Beschaffung von Neufahrzeugen, dem die Fahrzeugbereitstellung refinanzierenden Institut/den refinanzierenden Instituten unter bestimmten in den Vertragsunterlagen genannten Voraussetzungen eine selbständige, von der Laufzeit des ausgeschriebenen Verkehrsvertrages unabhängige, unwiderrufliche und nicht nachrangige Garantie (Kapitaldienstgarantie) für die ordnungsgemäße und pünktliche Zahlung der Finanzierungskosten für die angebotenen Fahrzeuge einschließlich etwaiger Verzugszinsen (selbständiges Zahlungsversprechen) über einen Zeitraum von 24 Jahren zu geben.

Los 2 mit ca. 3,3 Mio. Zugkm/Jahr

• Schongau ↔ Weilheim ↔ Geltendorf ↔ Mering ↔ Augsburg Hbf ↔ Gessertshausen ↔ Langenneufnach,

• Augsburg-Oberhausen ↔ Aichach ↔ Ingolstadt Hbf,

• (Ingolstadt Hbf –) Eichstätt Bf. ↔ Eichstätt Stadt.

Im Los 2 sind die Leistungen frühestens ab dem Beginn des Fahrplanjahres 2022 zu erbringen. Der Vertrag für Los 2 endet vsl. zum Ende des Fahrplanjahres 2030 und wird eine Verlängerungsoption von einem Jahr beinhalten.

Der abzuschließende Verkehrsdurchführungsvertrag wird als „Brutto-Vertrag“ ausgestaltet, d.h. der Auftraggeber trägt das Risiko der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen.

Der Verkehrsdurchführungsvertrag wird detaillierte Vorgaben zur Qualität der zu erbringenden Verkehrsleistungen enthalten.

Im Los 2 sind für die Erbringung der Verkehrsleistungen niederflurige Gebrauchtfahrzeuge ab Baujahr 2008 und Neufahrzeuge zugelassen.

Der Verkehrsdurchführungsvertrag soll anfänglich auch Verpflichtungen zur Erbringung von Vertriebsleistungen enthalten. Der Auftraggeber wird sich aber vorbehalten, diese Leistungen während der Laufzeit des Verkehrsdurchführungsvertrags abzubestellen und gesondert zu vergeben.

Die Bereitstellung der für die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr erforderlichen Fahrzeuge liegt in der Verantwortung des Verkehrsunternehmens.

Die BEG und der Freistaat Bayern beabsichtigen flankierende Maßnahmen zur Erleichterung der Finanzierung eventuell benötigter Fahrzeuge. Dies geschieht in der Erwartung günstigerer Angebotspreise und zur Förderung des Wettbewerbs um die ausgeschriebenen Verkehrsleistungen.

Im Los 2 sehen die Auftraggeber eine Wiedereinsatzgarantie für Neufahrzeuge und die Möglichkeit zur einredefreien Abtretung des auf die Fahrzeugfinanzierung entfallenden Teils der dem Auftragnehmer zustehenden Ausgleichszahlung an den Leasinggeber vor.

Quelle EU-Amtsblatt

 

Zurück