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Donnerstag, 28 Dezember 2017 13:59

Sachsen: Gute Zahlen für den Schienenpersonennahverkehr

Der sächsische Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hat sich in den Jahren 2012 bis 2016 sowohl angebots- als auch nachfrageseitig positiv entwickelt. Das zeigt der aktuelle SPNV-Monitor für den Freistaat Sachsen.

So hat sich das Angebot um ca. 15 Prozent von etwa 32,0 Mio. (2012) auf etwa 36,7 Mio. Zugkilometer/Jahr (2016) erhöht. Noch stärker stieg die Nachfrage der ÖPNV-Kunden an: um etwa 18 Prozent von rund 1,35 (2012) auf rund 1,59 Mrd. Personenkilometer im Jahr 2016. Die Einwohnerzahl des Freistaates erhöhte sich im Vergleichszeitraum um lediglich 0,6 Prozent.

„Das sind gute Zahlen. Der sächsische SPNV hat mit der Fertigstellung des City-Tunnels Leipzig, dem Ausbau der Dresdner S-Bahn und der schrittweisen Umsetzung des Chemnitzer Modells viel an Qualität gewonnen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sich diese Investitionen nun auszahlen“, so Verkehrsminister Martin Dulig.

Insbesondere die Nachfragesteigerung beim Mitteldeutschen S-Bahn-Netz hat zur positiven Gesamtentwicklung beigetragen. Die Zahl der auf diesen Strecken zurückgelegten Personenkilometer stieg von 2014 auf 2016 um fast 20 Prozent. Die Steigerung hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn es nicht immer wieder zu Engpässen bei der Fahrzeugbereitstellung gekommen wäre.

Der SPNV-Monitor zeigt aber auch, dass die durchschnittliche Zugauslastung in Sachsen im Vergleich mit anderen Bundesländern noch vergleichsweise niedrig ist. Hauptursache hierfür ist die noch zu geringe Nachfrage auf vielen Regionalbahnstrecken.

Verkehrsminister Martin Dulig: „Insbesondere im ländlichen Raum haben unsere Bürger oft gar keine Möglichkeit, zum Schienenpersonennahverkehr zu gelangen. Das von der ÖPNV-Strategiekommission vorgeschlagene landesweite Busnetz aus Plus- und Takt-Bussen ist daher auch geeignet, die Zubringerfunktion zum SPNV entscheidend zu verbessern. Es gilt, den ÖPNV als intelligentes Netzwerk aus schienen- und straßengebundenem Nahverkehr weiterzuentwickeln.“

Ein gutes Zeugnis stellt der SPNV-Monitor der Wirtschaftlichkeit der sächsischen ÖPNV-Zweckverbände aus. Die von den Aufgabenträgern beeinflussbaren Betriebskostenzuschüsse haben sich von ca. 121 Mio. Euro (2012) auf ca. 118 Mio. Euro (2016) verringert. Demgegenüber stiegen im selben Zeitraum die insbesondere an die Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn zu entrichtenden Trassen- und Stationsgebühren an.

„Mit der Ende November 2017 verabschiedeten neuen ÖPNV-Finanzierungsverordnung erhalten die ÖPNV-Aufgabenträger bis 2027 Planungs- und Finanzierungssicherheit. Verbessern wird sich dabei die Finanzausstattung der beiden ländlich geprägten Zweckverbände in den Nahverkehrsräumen Oberlausitz-Niederschlesien und Vogtland. Mit dieser gesicherten Mittelausstattung können die Zweckverbände SPNV-Verkehrsleistungen auf qualitativ und quantitativ hohem Niveau bestellen“, so Dulig.

Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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