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Dienstag, 12 Oktober 2021 13:27

Berlin: Zusätzliches Gleis am Karower Kreuz fertiggestellt

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Fotos Deutsche Bahn/Volker Emersleben.

Ein Nadelöhr im Berliner Schienennetz ist Geschichte: Die Deutsche Bahn (DB) nimmt heute das neu gebaute zweite Fernbahngleis am Karower Kreuz in Betrieb. Damit gewinnt die einzige Zulaufstrecke von und nach Norden der Stadt nun deutlich an Stabilität – das bringt auch mehr Pünktlichkeit.

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Für den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur investierten Bund, das Land Berlin und die DB rund 200 Millionen Euro. Reisende in etwa 120 Zügen am Tag profitieren davon. Über das Karower Kreuz fahren die Urlaubszüge Richtung Ostsee (RE5 und RE3 nach Stralsund, IC-Linie 17 Dresden–Berlin–Rostock) genauso wie die Pendlerzüge nach Polen (RB/RE55) sowie viele Güterzüge, etwa aus der Raffinerie in Schwedt.

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Grafik DB AG.

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Zwei Gleise statt einem Engpass - wir schaffen mehr Kapazität, werden deutlich zuverlässiger und machen den Schienenverkehr noch attraktiver. Perspektivisch können wir so mehr umweltfreundliche Züge für unsere Kundinnen und Kunden anbieten und damit aktiv das Klima schützen.“

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Das Karower Kreuz ist ein entscheidender Knotenpunkt im Schienennetz, der sowohl vom Güter- als auch vom Personenverkehr stark beansprucht wird. Das zweite Gleis aber auch die Digitalisierung der Stellwerkstechnik bringen somit gleich dreifach Entlastung: für Pendler, Ostsee-Urlauber und Industrie.“

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin: „Der zweigleisige Ausbau ist ein wichtiger Fortschritt für die Schieneninfrastruktur in Berlins Nordosten. Kurze Reisezeiten von Berlin zu den Ostseestädten Stettin, Greifswald und Stralsund werden gesichert und insgesamt die Kapazitäten für den Nah-, Fernverkehr und auch für den klimafreundlichen Güterverkehr erhöht. Gleichzeitig ist das zweite Gleis am Karower Kreuz ein sehr wichtiges Element zum Infrastrukturprojekt i2030, mit dem Berlin und Brandenburg schienenseitig besser verbunden werden.“

Neben dem zweiten Gleis zwischen Blankenburg und Karow hat die DB die alte Relaisstellwerkstechnik durch moderne elektronische Stellwerkstechnik ersetzt, die Strecke für Geschwindigkeiten bis 160 km/h ausgebaut, die Oberleitungen erneuert und acht Brücken neu gebaut. Zudem wurde der Lärmschutz verbessert.

Der Ausbau des Karower Kreuzes ist Teil des Gesamtvorhabens „Ausbau Eisenbahnknoten Berlin“ und für den Schienenverkehr auf der Nord-Süd-Achse mit den Bahnhöfen Gesundbrunnen, Hauptbahnhof und Südkreuz von enormer Bedeutung.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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