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Mittwoch, 24 November 2021 20:21

Rheinland-Pfalz: Reparaturarbeiten in Wörth (Rhein) nach Entgleisung dauern bis 12. Dezember an

Nach einer entgleisten Rangierfahrt in Wörth (Rhein) arbeitet die Deutsche Bahn (DB) unter Hochdruck daran, die beschädigte Infrastruktur für die Züge wieder befahrbar zu machen. Für die Reparaturen benötigen die Spezialisten dabei länger als zunächst angenommen. Grund hierfür ist zum einen die Komplexität der Arbeiten. Einige Bauschritte können nur nacheinander durchgeführt werden. Zum anderen ist bestelltes Baumaterial, etwa die neuen Schienen, noch nicht angeliefert worden.

Am Mittwoch, dem 17. November 2021 ereignete sich am BHF Wörth gegen 16:30 Uhr ein Rangierunfall bei dem ein Flachwagen entgleiste und ein darauf befindlicher Container in die Gleise geschleudert wurde. Ursache des Unfalls war, nach jetzigem Stand der Ermittlungen, ein mutmaßliches Fehlverhalten des diensthabenden Weichenwärters, der vermutlich zu früh die Weichen umstellte. Hierdurch entstand vor Ort ein erheblicher Schaden am gesamten Gleisoberbau, den Oberleitungen sowie an den Gleisen. Nach aktuellen Schätzungen entstand hierdurch ein Gesamtschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Gegen den Weichenwärter wurde ein Strafverfahren aufgrund der Gefährdung des Bahnverkehrs durch eine fahrlässige Handlung eingeleitet.

Die DB geht davon aus, dass die Züge ab 12. Dezember in Wörth (Rhein) wieder rollen können. Bis dahin fährt der Nahverkehr weiter im Pendelbetrieb. Zudem setzt die AVG für die Reisenden als Ersatz Busse ein. Die DB entschuldigt sich bei ihren Fahrgästen für die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten.

Die DB hat einen eng getakteten Bauablauf vorgesehen. Aktuell arbeiten Mitarbeitende und Spezialfirmen in Doppelschichten mit Zweiwegebaggern und weiterer Großtechnik an der Instandsetzung von Gleisen und Technik in Wörth (Rhein). Insgesamt rund 270 Meter Schienen, 350 Schwellen sowie fünf Weichen müssen komplett instandgesetzt werden. Erst daran anschließend können die Fachkräfte die Leit- und Sicherungstechnik erneuern. Die schwere Bautechnik muss dafür die Baustelle bereits verlassen haben. Fünf Weichenantriebe, rund 600 Meter Drahtzugleitung sowie 40 Leitungspfosten zur Anbindung der mechanischen Stellwerkstechnik bringen die Fachkräfte vor Ort dann wieder in Ordnung.

Am vergangenen Mittwoch entgleiste im Bahnhof Wörth (Rhein) die Rangierfahrt eines Güterzuges. Dabei wurde die Eisenbahninfrastruktur vor Ort stark beschädigt. Die Strecke ist seitdem für den Bahnverkehr gesperrt. Die Untersuchungen der Bundespolizei zur Ursache sind noch nicht abgeschlossen.

Pressemeldungen Deutsche Bahn, Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern

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