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Freitag, 26 November 2021 13:02

Hamburg: "Initiative Elbtram jetzt!" reicht Klage gegen die U5 ein

Mit einer Klage wollen Anwohner und Anwohnerinnen in Bramfeld den Bau der geplanten U5 verhindern. Sie haben jetzt vor dem Oberverwaltungsgericht Hamburg die Aufhebung des Planfeststellungsverfahrens und die Aussetzung des Baubeginns beantragt. Als Anlieger wehren sie sich gegen die zu erwartenden jahrelangen Lärmbelastungen.

Sie stützen sich in der Begründung auch auf die Studie zur verheerenden CO2-Bilanz der U5, die Anfang Oktober vorgelegt wurde (siehe www.abendblatt.de/u5studie, elbtram.naturfreunde-hh.de). Dort wird belegt, dass mehr als 10 Millionen Tonnen zusätzliche CO2-Emissionen während der mindestens sieben Jahre andauernden Bauzeit entstehen werden: durch die Produktion von Stahl und Beton, für den Transport des Erdaushubs, für das Heranschaffen der gesamten Bau- und Ausbaumaterialien, durch das Verbauen dieser Materialien und den gigantischen Energiebedarf der vielen Baumaschinen und Anlagen. Das U5-Vorhaben stehe damit in direktem Widerspruch zu den offiziellen Klimaschutzzielen des Hamburger Senates.

Begrüßt und politisch unterstützt wird die Klage auch von der "Initiative Elbtram jetzt". Deren Sprecher Norbert Holtz: „Sowohl die Studie zu den CO2-Belastungen als auch die Klage zeigen, dass der Senat sich mit der U5 in eine Sackgasse manövriert hat. Jahrzehntelange Baubelastungen könnten vermieden werden, wenn stattdessen ein Stadtbahnnetz geschaffen wird. Es wäre mit deutlich kürzeren Bauzeiten viel schneller und günstiger zu errichten. Im Gegensatz zur U5 wäre eine Elbtram auch in der Lage, die Kapazitäten für eine stadtweite Mobilitätswende bereitzustellen.“

Pressemeldung Initiative Elbtram jetzt!, NaturFreunde Hamburg e.V.

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Letzte Änderung am Freitag, 26 November 2021 13:16