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Freitag, 12 Januar 2018 13:26

Bayern: Pro Bahn sieht zusätzliche Kurzfristmaßnahmen zur ÖPNV-Offensive München notwendig

Angesichts der gestern vorgestellten ÖPNV-Offensive für München fordert der Fahrgastverband PRO BAHN, auch kurzfristig wirksame Maßnahmen aufzunehmen. "München braucht den Dreiklang aus Sofortmaßnahmen, schnell wirksamen Ausbauten und sinnvollen Visionen" fordert Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweit tätigen Verbandes, und nicht nur Planungen, die erst in 30 bis 40 Jahren vielleicht umgesetzt sind.

Konkret fordert PRO BAHN als Sofortmaßnahmen die Einrichtung von Busspuren für alle Expressbuslinien, sowie die Einführung von weiteren Expresslinien wie auf Höhe des Frankfurter Rings. "Damit könnte in ein bis zwei Jahren die Überfüllung deutlich reduziert werden" bewertet der Verband die bereits vor einiger Zeit publik gewordenen Pläne der MVG für 51 neue Busspuren.

Als schnell wirksame Maßnahmen für die Neubaugebiete in Freiham und östlich Englschalking sowie für die Querspange im Norden fordert PRO BAHN einen Trambahn-Vorlaufbetrieb, bis dann die U-Bahn in 30 oder 40 Jahren gebaut werden kann. "Beim Bau von Neuperlach und der heutigen U5 wurde auch zuerst schnell eine Tram gebaut, damit die Bürger schon bei Einzug ein gutes Verkehrsangebot haben, und dann im Anschluss die U-Bahn" erinnert Andreas Barth. PRO BAHN befürchtet, dass ansonsten die Bürger dort für viele Jahre überhaupt keinen Schienenverkehr, sondern nur viele Busfahrten und noch mehr Autoverkehr bekommen werden.

Am gestrigen Donnerstag haben die SPD- und CSU-Stadtratsfraktionen eine ÖPNV-Offensive vorgestellt, die im wesentlichen neue U-Bahn-Strecken vorsieht, sowie den Bau der teilweise bereits 1991 beschlossenen Trambahn-Strecken. 

Pressemeldung PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V.

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