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Freitag, 07 Januar 2022 18:46

Niedersachsen/NRW: Aus Keolis wird Eurobahn

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Fotos Bernd Piplack.

Am Freitagvormittag, 07. Januar übergaben Bernard Tabary, Chief Executive Officer International, Keolis S.A., und Arnaud van Troeyen, Group Deputy Director International, offiziell den symbolischen Riesenzug, der innerhalb der Übergabe das Logo von Keolis Deutschland auf eurobahn wechselte, an die eurobahn-Geschäftsführung Anne Mathieu und Karsten Schulz sowie deren neuen Gesellschafter die Team Treuhand, vertreten durch Dr. Martin Kleinschmitt, Partner der Noerr Gruppe.

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„Wir übergeben ein engagiertes und starkes Team in eine neue Gesellschafterstruktur. Unserem Commitment sind wir dabei jederzeit treu geblieben, denn vertragliche Verpflichtungen gegenüber den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Bezug auf Sicherheit, Servicequalität, Zuverlässigkeit und Betrieb gehören für uns als verantwortungsbewusste Gruppe jederzeit zum höchsten Gut“, sagt Tabary. Keolis S.A. hat die eurobahn GmbH & Co KG (bis zum 31.12.2021 Keolis Deutschland GmbH & Co KG) mit einem zusätzlichen Kapital ausgestattet, sodass das Unternehmen die Bestandsverträge vollumfänglich erfüllen kann. Darüber hinaus werden weitere wirtschaftlichen Verbesserungen durch die Aushandlung des Verkehrsvertrages 2.0 erzielt. Für die über 900 Mitarbeiter*innen gelten weiterhin die bestehenden Arbeitsverträge, sodass die eurobahn operativ und administrativ reibungslos ins Jahr 2022 starten konnte. „Der Übergang hat vorbildlich funktioniert. Für uns hat die höchste Priorität einen guten und starken Schienenpersonennahverkehr anzubieten sowie eine erfolgreiche Verkehrswende zu schaffen und das Angebot entsprechend zu verbessern“, sind sich Joachim Künzel, Geschäftsführer Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe, und Ronald R.F. Lünser, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein Ruhr, einig.

Wirtschaftlich stabil positionieren

Der neue Gesellschafter, die Team Treuhand, legt den Fokus in erster Linie auf Performance und Wirtschaftlichkeit für die Bestandsverträge. „Unser Ziel ist es, die eurobahn wirtschaftlich stabil zu positionieren, um das Unternehmen mit einem neuen Investor zukunftsfähig im Schienenpersonennahverkehr aufzustellen“, so Dr. Martin Kleinschmitt, Partner der Noerr Gruppe. Dies bedeutet auch, dass mit einem neuen Investor das Unternehmen über die Bestandsverträge hinaus weiter aktiv auf dem deutschen Markt bleiben würde. „Es ist heute ein offizieller Abschied aus der Gruppe und ein Neustart für die eurobahn zugleich. An dieser Stelle danke ich im Namen des gesamten eurobahn-Teams „unserer“ Keolis-Group, die stets für unser Team sowie den Schienenpersonennahverkehr eingestanden hat und uns somit zukunftsfähig in eine neue Gesellschafterstruktur „entlässt““, ergänzt Anne Mathieu, Chief Executive Officer, eurobahn. Damit bleibt die eurobahn ein verlässlicher Arbeitgeber und Ausbildungsunternehmen, ein lokaler und regionaler Wirtschaftspartner und fester Bestandteil des Schienenpersonennahverkehrs in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und grenzüberschreitend in die Niederlande.

Kleine Änderungen, großer Aufwand: „Zug oder Schiene“? Das neue eurobahn-Logo

Für die einen ist es ein Zug, für die anderen sind es Schienen, die dem neuen Logo der eurobahn zu entnehmen sind. Für das Unternehmen ist es beides. Mit diesen zwei Linien ist sowohl der eurobahn-Zug als auch die Infrastruktur zu sehen und das Ganze stets in richtiger Bewegung. Was so einfach aussieht, hat dennoch einige Zeit beansprucht. Doch im Vergleich zu den bevorstehenden Logo-Anpassungen, war die Erstellung fast ein Klacks. Auf allen Triebfahrzeugen, Fahrkartenautomaten, Briefbögen, Formularen, Homepage, Social-Media-Kanälen, Werbemitteln, Flyern, und vieles mehr muss das neue Logo angebracht werden. Insgesamt müssen über 6.000 Logo-Änderungen erfolgen. Bis die rund 100 Triebfahrzeuge mit der neuen Außenbeklebung ausgestattet sind, wird die erste Jahreshälfte 2022 vergehen.

Pressemeldung Eurobahn, Fotos Bernd Piplack

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