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Freitag, 21 Januar 2022 13:52

Bremen: OVG Lüneburg bestätigt Ausbau der Straßenbahnlinie 8

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Foto Land Bremen.

Mobilitätssenatorin Maike Schaefer begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Lüneburg zur Verlängerung der Linie 8. Das OVG hat die anhängigen Klagen abgewiesen und eine Revision nicht zugelassen.

"Das Urteil macht den Weg frei, diese dringend benötigte Anbindung des Umlandes im Bremer Süden an das Oberzentrum Bremen zu vollenden. Diese Straßenbahnlinie hat hohe Bedeutung für täglich tausende Pendlerinnen und Pendler, die momentan vielfach mit dem Auto nach Bremen kommen. Das Urteil ist somit ein Meilenstein für die Verkehrswende und den Klimaschutz. Zugleich ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie wichtig für die Bremer Innenstadt und die Kulturszene sowohl in Bremen als auch beispielsweise in Weyhe."

Geplant ist die Verlängerung der Linie 8 über die Bremer Landesgrenze hinaus nach Niedersachsen. Um die Gemeinden Stuhr und Weyhe bis zum Ortsteil Leeste direkt an die Bremer Innenstadt anzubinden, wird die Strecke der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn GmbH, die sogenannte BTE-Trasse, genutzt. Die Linie 8 kann damit die bisherige Buslinie 55 über Moordeich und Stuhr nach Brinkum ersetzen. Ziel ist die Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 2024. Die Linie 1 wird von der jetzigen Wendeschleife am Roland-Center bis zur Huchtinger Heerstraße/Brüsseler Straße um insgesamt 3,7 Kilometer verlängert. Dies ermöglicht zukünftig aus Huchting eine umsteigefreie Fahrt bis in die Bremer Innenstadt. Entstehen werden insgesamt sechs neue barrierefreie Haltestellen mit Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Am Roland-Center wird es neue P+R-Stellplätze geben

"Der Ausbau der Linie 8, aber auch der der Linie 1 bedeuten zudem eine umsteige- und barrierefreie Fahrt bis in die Bremer City. Das ist eine deutliche Attraktivitätssteigerung des ÖPNV. Zugleich zeigt mir das Urteil des OVG Lüneburg, dass die Planfeststellungsbeschlüsse Bremens und der Umlandkommunen korrekt gefasst worden sind. Ich appelliere an den Bund, dass solche Verfahren schneller abgeschlossen werden können, ohne die Beteiligungsrechte von Betroffenen oder Verbänden zu beschneiden. Es ist nicht hinnehmbar, dass wie im Fall der Linie 8 zwischen Planfeststellungsbeschluss und Klageende und damit Baurecht acht Jahre und teilweise noch mehr Zeit ins Land geht. Das können wir uns finanziell und angesichts der Klimakrise so nicht weiter leisten."

Pressemeldung Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

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