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Donnerstag, 01 Februar 2018 07:00

Bayern: Teilnehmer des Dialog-Forums diskutieren Verlauf der StUB-Trasse

Nun beginnt die inhaltliche Arbeit: Nach der Auftaktveranstaltung im Dezember beschäftigt sich das Forum Stadt-Umland-Bahn in den kommenden Monaten intensiv mit der Trassenführung. Zunächst sind am Mittwoch, den 7. Februar die Teilnehmer des Dialog-Forums eingeladen, sich im Erlanger Redoutensaal mit Details der Trassenführung zu beschäftigen. Dabei werden auch die Kriterien vorgestellt, welche die Grundlage für die Bewertung der einzelnen Varianten bilden.

Zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens werden vom Zweckverband StUB in den kommenden Wochen neben der bekannten Vorschlagsvariante weitere mögliche Trassenführungen gesammelt. Dazu gehören Details, wie beispielsweise die Trassenführung über eine Parallelstraße, ebenso wie grundsätzlich andere Möglichkeiten des Linienverlaufs. Vom 7.2. bis Ostern haben das Dialog-Forum und Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, beim Zweckverband Vorschläge einzureichen. Mit diesen Varianten werden die Planer im Anschluss weiterarbeiten, sie plausibilisieren, prüfen und bewerten. „Indem wir Ideen und Anregungen aufnehmen, gehen wir sicher, nichts zu übersehen und am Ende eine möglichst optimale Lösung zu finden“, erklärt Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des Zweckverbandes.

Zunächst haben am 7. Februar die rund 80 festen Teilnehmer des Dialog-Forums und die anwesenden Besucher die Gelegenheit, ihre Vorschläge einzubringen. Anschließend startet der Zweckverband nach der Veranstaltung ein Modul für den Online-Dialog auf der StUB-Homepage. Darüber ist es auch jenen Bürgerinnen und Bürgern möglich Ideen einzureichen, die an diesem Abend keine Zeit haben, am Forum teilzunehmen.

Ab Anfang April werden alle erfassten Anregungen anhand von festgelegten Kriterien bewertet. Um welche Punkte es sich dabei handelt, wird der Verkehrsgutachter Dr. Martin Arnold von Intraplan auf der Veranstaltung erläutern. Er ist der Verfasser der bisherigen Kosten-Nutzen-Untersuchung. Ziel des zeitlich strukturierten Vorgehens sei es, mit den konkreten Planungen zur StUB zügig voranzukommen, so Große-Verspohl im Hinblick auf das anstehende Raumordnungsverfahren.

Arbeit in Kleingruppen

Mit der Veranstaltung im Redoutensaal will der Zweckverband StUB dabei einen entscheidenden Schritt nach vorne gehen. In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer des Dialogforums eingereichte und mitgebrachte Varianten zu den einzelnen Trassenabschnitten: Herzogenaurach, Erlangen-West, Regnitzquerung, Erlangen Innenstadt bis FAU-Südgelände, Tennenlohe und Nürnberg. An einem zusätzlichen Tisch werden zudem großräumige Varianten behandelt. „Bereits bei der Auftaktveranstaltung hat sich gezeigt, dass sich die Teilnehmer viele Gedanken zur Trassenführung machen“, so Daniel Große-Verspohl, der deshalb mit einem lebhaften Austausch rechnet.

Neben den Mitgliedern des Diskussions-Forums sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger als Zuhörer willkommen und eingeladen, bei den Gruppenarbeiten teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Veranstaltungsbeginn ist um 18.30 Uhr.

Folgetermine vor Ort

Um sich ein genaues Bild der sechs Trassenabschnitte zu machen, wird es ab März Ortsbegehungen geben. Dabei werden auch die eingereichten Varianten thematisiert. Auch an diesen Terminen wird der Zweckverband nochmals lokale Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen. Details zu den Terminen werden in der Presse und unter www.stadtumlandbahn.de veröffentlicht. Voraussichtlich im Juli tagt das Dialog-Forum dann erneut zum Thema Trassenführung. Im Laufe des Jahres sollen alle eingegangenen Ideen zur Trassenführung bearbeitet und bewertet sein, damit am Ende des Jahres die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren eingereicht werden können.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn, mit einer Geschäftsstelle in Erlangen, ist zuständig für die Planung der StUB und später auch für den Bau und Betrieb. Dabei handelt es sich aktuell um eines der größten Straßenbahnprojekte in Deutschland. Geschäftsleiter des Zweckverbandes ist Daniel Große-Verspohl. Technischer Projektleiter ist Florian Gräf. Verbandsvorsitzender ist derzeit Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik.

Raumordnungsverfahren: Im Raumordnungsverfahren werden Vorhaben von überörtlicher Bedeutung auf ihre Raumverträglichkeit geprüft. Das bedeutet, dass abgeprüft wird, ob das Vorhaben in Einklang mit den Vorgaben der Landes- und Regionalplanung steht und ob Konflikte mit anderen Planungen oder z.B. Naturschutzgebieten bestehen. Hierzu wird der grobe Linien-Verlauf festgelegt und es werden Alternativen und Varianten geprüft. Das Ergebnis ist die landesplanerische Bewertung der Regierung von Mittelfranken.

Planfeststellungsverfahren: Im Planfeststellungsverfahren werden die detaillierten Planungsunterlagen geprüft und insbesondere daraufhin untersucht, welche anderen Betroffenheiten vorliegen. Die Interessen der Betroffenen werden dann von der Regierung von Mittelfranken gegen das öffentliche Interesse am Vorhaben abgewogen. Der aus diesem Verfahren folgende Planfeststellungsbeschluss ist die faktische Baugenehmigung.

Pressemeldung 

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