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Freitag, 16 Februar 2018 12:00

NRW: Grenzüberschreitendes eTicketing im Test

nrwvm

Unkompliziert, nahtlos und transparent - so wünschen sich Fahrgäste das Ticketsystem im öffentlichen Nahverkehr auch über die Landes- und Verbundgrenzen hinweg. Verkehrsminister Hendrik Wüst hat sich heute in Aachen über eine neue Technologie zum grenzüberschreitenden Einsatz von elektronischen Tickets im ÖPNV informiert. Die neue Technologie wird derzeit in einem Pilotprojekt in der Region Aachen und Limburg (NL) getestet.

Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, freut sich auf neue Lösungsansätze: „Wir verfolgen das erste Projekt dieser Art in Nordrhein-Westfalen mit großem Interesse und sind gespannt auf die Ergebnisse. Wir hoffen, dass wir aus dem Pilotprojekt Erkenntnisse gewinnen, die uns helfen, ein verbundübergreifendes landesweites eTicket hinzubekommen.“

Im Rahmen des europäischen Forschungs- und Entwicklungsprogramms Horizon 2020 arbeiten der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland im Projekt European Travellers Club (ETC).

Ziel des Projektes ist es, elektronische Tickets zu entwickeln, die über Landesgrenzen hinweg funktionieren. Hierzu wird das sogenannte ID-Ticketing genutzt, womit das Ticketing über eine dem Kunden zugehörige Identifikationsnummer abgewickelt wird.

„Auch wenn die Tarifsysteme verschieden sind, so reduzieren wir mit der im Test befindlichen Technologie die Komplexität der unterschiedlichen Tarif- und Vertriebssysteme, da der Fahrgast den Nahverkehr im Nachbarland ganz einfach mit seiner heimischen Chipkarte nutzen kann“, so AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen. „Auf den technischen Voraussetzungen aufbauend kann perspektivisch zudem ein eTarif entwickelt werden“, so Geulen weiter.

Das Ministerium für Verkehr setzt auf den Erkenntnisgewinn aus dem Pilotprojekt. Dieses wird nach seinem Ablauf Ende März 2018 evaluiert und somit als valide Grundlage weiterer Entscheidungen zu Art und Umfang der Fortführung des ID-Ticketing-Ansatzes genutzt werden.

Pressemeldung Verkehrsministerium

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