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Mittwoch, 14 März 2018 16:41

Berlin/Brandenburg: Verbesserungen im Regionalverkehr

Die Landesregierungen von Brandenburg und Berlin wollen vor allem in den für die Bürgerinnen und Bürger besonders wichtigen Bereichen weitere Fortschritte erreichen. Ministerpräsident Dietmar Woidke und der Regierende Bürgermeister Michael Müller nannten am 13.03.18 nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung in Neuhardenberg unter anderem die Themen Schienennahverkehr, Wohnraumversorgung, Krankenhausplanung, Fachkräftesicherung und digitale Infrastruktur.

Zum Thema Schienennahverkehr bekräftigen beide Länder das Ziel, kurzfristig konkrete Verbesserungen umzusetzen. Bereits zum April 2018 soll sich auf einigen Strecken durch eine Erhöhung der Kapazitäten die Situation bei den Pendlerverkehren entspannen. Weitere zusätzliche Regionalbahnen werden im Dezember 2018 und April 2019 aufs Gleis gesetzt und Entlastungen für die vielen Berufspendler bringen. Beide Länder geben bis 2022 zusätzlich jährlich 9 Millionen Euro für den Regionalverkehr aus. Die Länder appellierten an den Bund, sich an der Finanzierung des im Herbst vergangenen Jahres beschlossenen Infrastrukturprojekts i2030 zum Ausbau der Schieneninfrastruktur in der Hauptstadtregion zu beteiligen. Geplant sind Investitionen von über eine Milliarde Euro.

Mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Richard Lutz, und dem Vorstand für Infrastruktur, Ronald Pofalla, die zu Beginn an der Sitzung teilnahmen, erörterten die Landesregierungen auch das Schienenausbauprojekt Berlin-Stettin. Brandenburg und Berlin wollen für den zweigleisigen elektrifizierten Ausbau des Streckenabschnitts Angermünde-Stettin eigene Finanzmittel einbringen und bieten hierfür dem Bund und der DB AG eine Vereinbarung an.

Die Länder Berlin und Brandenburg setzen sich außerdem für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau Cottbus ein. Die ersten beiden Planungsphasen sind beendet, jetzt soll ein Vertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen werden, der die weitere Planung für den Streckenausbau regelt. Mit dem Ausbau sollen die Kapazitäten für den Regional- und Fernverkehr von Berlin nach Cottbus und Breslau erhöht werden. Des Weiteren machen sich die Länder für die Elektrifizierung der Strecke von Cottbus nach Görlitz stark.

Folgende Verbesserungen geplant:

DB Regio

Zusätzlicher Einsatz von Doppelstockwagen und Anpassungen im Fahrzeugeinsatz ab dem zweiten Quartal 2019, dadurch Erhöhung der Kapazität

• auf der Strecke Berlin Südkreuz - Berlin Hauptbahnhof - Berlin Jungfernheide - Falkensee - Nauen von 460 auf 600 Sitzplätze (Linie RB 10),
• auf der Strecke Dessau - Bad Belzig - Potsdam Rehbrücke - Berlin Stadtbahn - Schönefeld - Wünsdorf von 300 auf 460 Sitzplätze (Linie RE7),
• auf der Strecke Bad Belzig - Potsdam Rehbrücke - Berlin Stadtbahn von 320 auf 480 Sitzplätze (RE7-Verdichterzug),
• auf der Strecke Berlin Jungfernheide - Spandau - Wustermark von 160 auf 300 Plätze (Linie RB 13; Umsetzung ab April 2018 geplant)

ODEG

Einsatz zusätzlicher Verdichterzüge bei der Linie RE2 zur Erhöhung der Kapazität in Abhängigkeit eines verfügbaren Fahrzeuges (Umsetzungstermin noch offen)

• auf der Strecke Berlin - Falkensee - Nauen durch drei zusätzliche Fahrten (Hin und zurück) in der Hauptverkehrszeit mit einer zusätzlichen Kapazität von 420 Sitzplätzen pro Fahrt
• auf der Strecke Berlin - Lübben - Lübbenau - Cottbus durch eine zusätzliche Fahrt (Hin und zurück) an den Wochenenden in der Sommersaison mit einer zusätzlichen Kapazität von 420 Sitzplätzen pro Fahrt;

NEB

Zusätzlicher Einsatz von Dieseltriebwagen im Laufe des Jahres 2018 zur Erhöhung der Kapazitäten

• auf den Strecken Oranienburg - Berlin Ostkreuz und Werneuchen - Berlin Ostkreuz bei einigen Fahrten von Montag bis Freitag von 150 auf 200 Sitzplätze (Linien RB12 und RB25; Umsetzung ab April 2018 geplant),
• auf der Strecke Berlin Ostkreuz - Strausberg - Müncheberg (Mark) - Seelow-Gusow - Kostrzyn (Linie RB26). Bereits seit 2017 werden zu den Hauptverkehrszeiten weitere Fahrten in Doppeltraktion durchgeführt (Erhöhung von 140 auf 280 Sitzplätze). Im Laufe des Jahres 2018 sollen durch die Auslieferung der bestellten LINK-Fahrzeuge in der Hauptverkehrszeit auch mehrere Züge zwischen Berlin und Müncheberg (Mark) in Dreifachtraktion eingesetzt werden und damit die Kapazität von 280 auf 420 Sitzplätze erhöht werden;

Weitere Verbesserungen

So sollen beispielsweise ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 tagsüber alle Züge der Linie RB43 von Cottbus über Falkenberg (Elster) hinaus nach Herzberg (Elster) verlängert werden, um bessere Verbindungen und Anschlüsse nach Torgau und Leipzig zu ermöglichen.

Pressemeldung Land Brandenburg

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Letzte Änderung am Mittwoch, 14 März 2018 16:49