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Freitag, 20 April 2018 12:59

Hessen: Ausschreibung von 26 Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb für das Taunusnetz

Die Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Lieferung von voraussichtlich 26 Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb für den SPNV für den Einsatz im Taunusnetz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes ausgeschrieben (2018/S 077-171195).

Die Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma) ist eine hundertprozentige Tochter der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV). Der RMV ist nach dem ÖPNVG Hessen die zuständige Aufgabenträgerorganisation für den regionalen öffentlichen Personennahverkehr in Hessen. Die Tätigkeit der fahma liegt unter anderem in der Finanzierung und Beschaffung von Fahrzeugen für den SPNV, die der RMV als Aufgabenträgerorganisation den Verkehrsunternehmen für die Erbringung von öffentlichen Schienenpersonennahverkehrsleistungen beistellt.

Im Rahmen der geplanten Neuvergabe von Teilen des Taunusnetzes (RMV-Linien 11, 12, 15 und 16) schreibt die fahma die Lieferung und Instandhaltung von voraussichtlich 26 Schienenfahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb aus. Die genaue Anzahl der Fahrzeuge ergibt sich erst nach Abschluss des Beschaffungsvorhabens. Es ist Sache des Bieters/Herstellers, die genaue Anzahl der Fahrzeuge mit seinem Angebot festzulegen.

Da dem später betreibenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Übernahme von Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der neuen Antriebs-Technologie nicht zugemutet werden bzw. von diesen nicht oder nur sehr schwer kalkuliert werden kann, soll das sog. „Verfügbarkeitsmodell“ angewandt werden. Das bedeutet, dass der Hersteller neben der Lieferung der Fahrzeuge auch für die Instandhaltung und Bereitstellung schadensfreier und funktionstüchtiger Fahrzeuge für die Dauer von 25 Jahren verantwortlich ist. Außerdem wird der Fahrzeughersteller sich vertraglich verpflichten, eine Betankungsinfrastruktur zu erstellen und über die Vertragsdauer zu betreiben sowie die Wasserstoffversorgung sicherzustellen.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird der RMV einen Verkehrsvertrag über die Erbringung von Verkehrsleistungen im Taunusnetz europaweit ausschreiben. Das beauftragte EVU erhält die Fahrzeuge für die Erfüllung seiner Verkehrsvertragspflichten gegenüber dem RMV vom Hersteller bereitgestellt und ist ausschließlich für den Betrieb verantwortlich. Die geplante Betriebsaufnahme der Brennstoffzellen-Triebfahrzeuge im Taunusnetz ist im Dezember 2022.

Der Auftraggeber hat vor Beginn des Vergabeverfahrens auf Basis der Kostenschätzung und unter Berücksichtigung der ihm für den Auftrag zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel eine Kostenobergrenze intern festgelegt und dokumentiert. Die Kostenobergrenze wird aus Gründen des Wettbewerbs nicht bekannt gegeben. Der Auftraggeber ist berechtigt, diejenigen endgültigen Angebote, die oberhalb der festgelegten Kostenobergrenze liegen, von der Wertung auszuschließen. Von den grundsätzlich geeigneten Bewerbern werden diejenigen 3 Bewerber ausgewählt, die auf dieser Basis die größtmögliche Gewähr für die ordnungsgemäße Ausführung des vorliegenden Auftrags bieten.

Quelle EU-Amtsblatt

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