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Freitag, 27 April 2018 15:28

Berlin/Brandenburg: Ausfall der Zusatzzüge zum Baumblütenfest nicht akzeptabel

Für das Baumblütenfest in Werder (Havel) sollten auch dieses Jahr - wie seit über 20 Jahren üblich - zusätzliche Züge fahren, um das Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Dieses Jahr stehen die zusätzlichen Züge zwar in den elektronischen Fahrplanmedien, allerdings mit dem Vermerk „Zug fällt aus“. Dem Vernehmen nach ist der kurzfristige Ausfall durch Personalmangel bedingt. PRO BAHN Berlin-Brandenburg hält das für inakzeptabel.

Der Vorsitzende Peter Cornelius dazu: „Es kann nicht sein, dass gerade dann, wenn Berliner und Potsdamer, die sonst die Eisenbahn vielleicht nicht nutzen, enttäuscht werden durch übervolle Züge, die dem Aufkommen an Reisenden in keiner Weise gewachsen sind, oder gar am Bahnsteig stehen gelassen werden.“

Verursacher der misslichen Situation ist in erster Linie DB Regio. Es stellt sich die Frage, ob ein Verkehrsunternehmen, das in derart eklatanter Weise versagt, nicht bei weiteren Verkehrsausschreibungen in der Region ausgeschlossen werden sollte, solange die bereits bestehenden Verkehrsverträge nicht erfüllt werden.

Und doch greift man zu kurz, wenn man nur DB Region verantwortlich macht. Offenbar sind die vertraglichen Regelungen des VBB und des Landes Brandenburg nicht geeignet, zu Spitzenzeiten einen ordnungsgemäßen Verkehr sicherzustellen. Die finanziellen Regelungen zum Ausgleich der hohen Kosten für Zusatzverkehre sind unattraktiv, sonst gäbe es kurzfristige Ausweichmöglichkeiten auf andere Verkehrsunternehmen und mehr Anreiz für DB Regio, alles zu tun, um Verkehrsbedürfnisse ordnungsgemäß zu erfüllen. Durch Bauarbeiten „sparen“ die Länder Brandenburg und Berlin hohe Summen aufgrund von Ausfall von Zugleistungen. Jetzt beim Baumblütenfest könnte man durchaus Prämien ausloben, um den Verkehrsunternehmen höheren Anreiz für Spitzenleistungen zu Zeiten mit Spitzenbedarf zu geben.

Pressemeldung PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

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