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Freitag, 25 Mai 2018 09:36

Bayern/Hessen: Variante VIII für Hanau - Fulda nun technisch geprüft und voll leistungsfähig

Gestern nachmittag erfolgte der zweite und auch im Konsens erfolgte grosse Abstimmungstermin zur Variante VIII. Diese wurde von mir in 2016 entwickelt. Nach einem halben Jahr Verspaetung (Anfang Dezember 2017 waren die allerletzten Optimierungen) liegt nun mit dem heutigen Tag (ein halbes Jahr spaeter als moeglich) eine mit allen sechs offiziellen Bahnplanern abgestimmte Feinst- justierung des Verlaufes, der Hoehen und Anschluesse, der Anpassungen naher anderer Verkehrswege und wichtige Schutzmassnahmen zu Natur und Landschaft vor.

Die Trasse ist nun offiziell technisch machbar, und ingenieurtechnisch absolut gleichwertig zu anderen Varianten. Es gibt keine ingenieurtechnischen Ausschlusskriterien. Kein Wohngebauede wird abgerissen, kein FFH-Gebiet zerschnitten, beste Verknuepfungen im Mittelteil und fuer die Stadt Schluechtern, bestmoegliche Buendelung, hoechsmoegliche Effekte fuer Laermbuendelung und gemeinsame Reduzierung, gleich gute Fahrzeit, deutlich geringere Baukosten ( u.a. weil nur um 7 km Tunnel anstelle rund 28 km). Bad Soden-Salmünster erhaelt den bestmoeglichen Schutz (dort werden alle drei Zerschneidung zusammen und unter die Erde gelegt).

Verfahrenstechnisch ist es nun eine verzwickte Situation. Die Bahnstellen hatten einige Tage nach dem Bahn-Dialogforum Anfang Mai erklaert nun wuerde nur noch zw. IV und VII weiterueberlegt - nachdem auf der April-Sitzung zuvor vernichtend ueber die VIII hergezogen wurde. Dies geschah im April auf Basis einer völlig will- kuehrlichen Phantom-Variante ("IX").

Somit ist die Entscheidungsgrundlage falsch und damit die Entscheidung. Die Bahn ist nun in der Zwickmuehle, dass Sie eine technisch und sonst absolut gleichwertige Variante (endlich - nach 6 Monaten Unterdrueckung und Falsch-Darstellung) hat die in sehr vielen Punkten besser ist wie IV bzw. VII - sich aber zur absoluten Unzeit und auf falscher Basis zu einer Bewertung hat hinreissen lassen.

In mehreren mails habe ich daher empfohlen nun zunächst mit aller Sorgfalt und Gruendlichkeit alle 3 verbleibenden Varianten zu ueberpruefen - Gruendlichkeit vor Schnelligkeit.

Versucht die Bahn nun netto binnen 7 Tagen den Vergleich durchzupeitschen, riskiert sie das ruhige Finden der besten Loesung. Es sei an dieser Stelle angemerkt dass IV und VII gleichermassen fundamentale Probleme haben ( Naturschutz/FFH, Stausee-Bruecke, extreme Tunnelanteile), die VIII definitiv nicht hat. Es hat schon einige Raumordnungs- Verfahren zu Bahnstrecken gegeben die dann versandet und noch heute ( nach 20 Jahren) nicht im Bau sind.

Daher: nun ruhig und sauber vergleichen, ggf. auch ueber Kombinationen nachdenken, aber ohne kuenstlichen Druck.

Pressemeldung Ingmar Gorissen

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Letzte Änderung am Freitag, 25 Mai 2018 09:46