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Mittwoch, 06 Juni 2018 13:33

Baden-Württemberg: ÖPNV-Doppelstrategie in Ludwigsburg - Reaktivierung der Markgröninger Bahn

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Plattendruckversuche an der Markgröninger Bahn: Experten untersuchten den Zustand der stillgelegten Strecke. Foto Rainer Christmann.

Im Zuge der Doppelstrategie für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) kümmert sich die Stadt Ludwigsburg um die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Markgröningen und Ludwigsburg mit Verlängerung bis Kornwestheim sowie um die Einführung eines "Bus Rapid Transit" (BRT), einer Art schienenlosen Stadtbahn in Ludwigsburg nach Remseck und Pattonville. "Unsere Planungen dazu laufen auf Hochtouren", berichtet Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec.

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Gemeinsam mit den beteiligten Kommunen bereitet die Stadt Ludwigsburg die Reaktivierung der Markgröninger Bahn vor. Dazu haben vor Ort Untersuchungen der stillgelegten Strecke stattgefunden. In Möglingen und Markgröningen wurden an verschiedenen Stellen Schotterproben aus dem Gleisbett entnommen. Der ermittelte Zustand entscheidet darüber, ob der Bahnschotter für die Wiederinbetriebnahme ausgetauscht werden muss. Außerdem haben Fachleute so genannte "Plattendruckversuche" unternommen: Mit einem Spezialgerät wird dabei die Tragfähigkeit des Gleisunterbaus bestimmt. Die Fachleute untersuchen, ob die erforderliche Statik noch gegeben ist - oder ob diese durch Wurzeln oder sonstige Einflüsse beeinträchtigt wurde.

"Bürgerbeteiligung" zu BRT-Trassen

Auch die Planungen für ein Bus-Rapid-Transit-System schreiten voran. Dabei sind mehrere Varianten der Trassenführung möglich. Um den genauen Verlauf der Ost-West-Achse zwischen der Weststadt, dem Bahnhof, der Innenstadt sowie dem Stadtteil Oßweil festzulegen, bittet die Stadt um Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Konstruktive Hinweise sollen in die weitere Planung sowie die Variantenabwägung einfließen. Zudem werden sie bei der weiteren Beratung im Gemeinderat berücksichtigt.

"Dabei steht der Bedarf der Menschen im Mittelpunkt" meint Martin Kurt, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Vermessung: "Wir möchten die eine Trasse finden, die sowohl für die Ludwigsburger Bevölkerung als auch für unsere Nachbargemeinden am sinnvollsten ist."  Auch die einzelnen Fragestellungen sowie die bisherigen Kriterien für die Trassenführung werden erläutert. Sowohl für die Weststadt als auch die Oststadt wird es außerdem "Bürgerspaziergänge" zu den Trassenvarianten geben: Dabei können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anregungen direkt vor Ort einbringen.

Konstruktive Beratung in den Gremien

Um die Planungen abzustimmen sowie voranzubringen, treffen sich die Projektbeteiligten - neben der Stadt Ludwigsburg sind das der Landkreis sowie die Kommunen Kornwestheim, Markgröningen, Möglingen und Remseck - regelmäßig in verschiedenen Gremien. Hier werden grundsätzliche Entscheidungen sowie die nächsten Schritte im Verfahren miteinander abgestimmt "Diese Sitzungen verlaufen immer äußerst konstruktiv und effizient", betont Oberbürgermeister Spec. "Wir können dabei entscheidende Schritte für die weitere Planung des ÖPNV-Ausbaus festlegen." Alle Beteiligten hätten nach wie vor ein großes Interesse an der Umsetzung der Doppelstrategie - wobei die finalen Entscheidungen natürlich den gewählten Gremien wie Gemeinderat und Kreistag vorbehalten seien.

Pressemeldung Stadt Ludwigsburg

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Letzte Änderung am Donnerstag, 29 November 2018 11:32