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Donnerstag, 05 Dezember 2024 13:20

Bayern: 16. Dialogforum vom Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

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Foto ZV StUB.

Im Rahmen seines 16. Dialogforums informierte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) im Historischen Straßenbahndepot St. Peter in Nürnberg rund 80 In- teressierte über aktuelle Entwicklungen zur StUB seit dem positiven Bürgerentscheid in Erlangen. Dabei ging es, im Hinblick auf das anstehende Planfeststellungsverfahren, vor allem um den Streckenabschnitt in Nürnberg – dem ersten von insgesamt fünf Bauabschnitten.

„Seit dem positiven Bürgerentscheid in Erlangen haben sich die Wahrnehmung und die Arbeit am Projekt StUB spürbar ver- ändert,“ erklärt Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, zu Beginn der Veranstaltung. „Das Projekt wird nun nicht mehr im Konjunktiv beschrieben, die StUB kommt und sie wird immer konkreter“. Dahingehend macht auch sein Amtskol- lege aus Herzogenaurach, Dr. German Hacker, seine Erleich- terung deutlich: „In Herzogenaurach war mit dem Verkünden des positiven Bürgerentscheids ein spürbares Aufatmen ver- bunden. Die Herzogenauracher bekommen nun endlich ihre lange herbeigesehnte Schienenanbindung, jetzt muss es nur noch losgehen“.

Aktuell arbeitet der Zweckverband an der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen, die im kommenden Jahr eingereicht werden sollen. Darüber hinaus beschäftigt man sich auch mit der perspektivischen Erweiterung in Richtung Eckental mit Ringschluss an die heutige Gräfenbergbahn, wie der Kaufmän- nische Leiter des Zweckverbands, Daniel Große-Verspohl, be- richtet. So wird die Kostenschätzung für den sogenannten Ost- ast 2025 abgeschlossen sein und in den Fördermittelantrag für das gesamte StUB-Netz einfließen.

Der Streckenabschnitt Nürnberg im Fokus

Den Kern der rund 90-minütigen Veranstaltung bildet an diesem Abend der Streckenabschnitt in Nürnberg. Hier wird die StUB von der heutigen Haltestelle Am Wegfeld umsteigefrei an das Nürnberger Bestandsnetz anschließen und entlang der B 4 über Boxdorf nach Reutles führen. „Wir konzentrieren uns ak- tuell auf den Nürnberger Streckenbereich, weil dieser den ers- ten von insgesamt fünf Bauabschnitten bei der Realisierung der StUB darstellt“, erklärt Corinna Gräßel, Teilprojektleiterin für Verkehrsanlagen, während sie die Pläne in Nürnberg erläutert.

Zu den Besonderheiten zählen ein neuer Bahnsteig an der Haltestelle Am Wegfeld, eine Erweiterung des Brückenbau- werks zur Querung des Georg-Ziegler-Wegs sowie eine neue Haltestelle an der Bucher Hauptstraße mit Fahrradabstellmög- lichkeiten und Schallschutz in Richtung der dortigen Wohnbe- bauung. Auf Höhe des Unternehmens Staedtler wechselt die StUB dann von der Ost- auf die Westseite der Erlanger Straße und verläuft weiter in Richtung Reutles, wo eine Wendeschleife samt Park & Ride-Anlage entstehen wird. Diese soll Raum für rund 600 Fahrzeuge bieten und Autofahrer abholen, die von der A 3 kommen und komfortabel in Richtung Nürnberg oder Erlangen weiterverkehren möchten.

Der Baubeginn ist für den ersten Abschnitt laut aktueller Pla- nung im Jahr 2028 vorgesehen.

Pressemeldung Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

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