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Mittwoch, 27 Juni 2018 10:55

Berlin: IHK fordert zusätzliche Bestellung von rund 100 S- Bahnzügen, 30 U-Bahnzügen und 100 Straßenbahnen

Die IHK Berlin hat ein Gesamtkonzept für die Berliner Verkehrspolitik entwickelt und mit dem Titel „4 x 4 Prioritäten für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik“ beschlossen. Angesichts der großen Herausforderungen, die die wachsenden Stadt, der Sanierungsrückstau, höhere Umweltstandards und sich wandelndes Mobilitätsverhalten an das Verkehrssystem stellen, muss Berlin deutlich mehr investieren, als bisher beschlossen. Sonst droht der zunehmende Verkehr das Wachstum Berlins auszubremsen.

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Erwartete Überlastungen im Berliner S-Bahn-Netz 2030.

In vier Handlungsfeldern werden jeweils vier Prioritäten mit vorrangigen Maßnahmen benannt. Wichtige Bausteine des Konzepts sind neben den massiven Investitionen in den ÖPNV auch die umfassende Sanierung von Straßen und Brücken, Straßennetzergänzungen, die Anbindung neuer Wohn- und Gewerbegebiete, eine bessere Baustellen-Koordination und die Einrichtung von Mikrodepots zur Reduzierung des Lieferverkehrs.

Der ÖPNV-Ausbau ist der stärkste Hebel zur Lösung der absehbaren Verkehrsengpässe. Nur mit der Verlagerung von Personenverkehr auf den ÖPNV wird das Straßennetz den wachsenden Anforderungen des Wirtschaftsverkehrs genügen können. Nötige Taktverdichtungen auf vielen U-, S- und Straßenbahnstrecken erfordern die zusätzliche Bestellung von rund 100 S- Bahnzügen, 30 U-Bahnzügen und 100 Straßenbahnen. Über laufende und finanzierte Streckenergänzungen hinaus müssen eine Reihe weiterer Investitionen wie die S21 vom Hauptbahnhof zur Yorkstraße, die U9-Verlängerung zum Bahnhof Pankow und die S9-Verlängerung nach Falkensee umgesetzt werden.

Die Empfehlungen basieren auf der detaillierten Prognose von Angebot und Nachfrage im Berliner Nahverkehr, die das DLR-Institut für Verkehrsforschung und die VerkehrsConsult Dresden Berlin GmbH im Auftrag der IHK Berlin erstellt haben.

Pressemeldung IHK Berlin

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