english

Mittwoch, 04 Juli 2018 13:34

Sachsen-Anhalt: Land will Mobilität von Auszubildenden stärker unterstützen

Die Landesregierung hat den Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt und Möglichkeiten zur Verbesserung der Mobilität von Auszubildenden geprüft. Im Ergebnis soll die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Auszubildende zu den Kosten der auswärtigen Unterbringung sowie zu den Fahrtkosten aus Anlass des Besuchs einer auswärtigen Berufsschule“ überarbeitet werden.

Damit sollen künftig die Fahrtkosten zur Berufsschule und die notwendigen Unterbringungskosten mit einem finanziellen Zuschuss unterstützt werden – unabhängig davon, ob die Auszubildenden mit Bus und Bahn unterwegs sind, das Fahrrad, Moped oder Auto nutzen.

„Ich freue mich, dass wir eine Lösung gefunden haben, mit der wir der Forderung von Wirtschaft und Handwerk Rechnung tragen, die berufliche Bildung im Land zu stärken“, erklärte Verkehrsminister Thomas Webel nach der Kabinettssitzung, wo er heute das Prüfergebnis vorgestellt hat. Angesichts des Fachkräftemangels gehe es darum, dass kein Auszubildender wegen der Fahrten zur Berufsschule oder der Unterbringungskosten gezwungen werde, seine Ausbildung abzubrechen. „Wir müssen diese gute Lösung jetzt zügig umsetzen“, betonte Webel

Der Minister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Einführung eines landesweit gültigen „Azubi-Tickets“ mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden wäre. „Wir werden trotzdem weiter prüfen, in welcher Form diese Variante umsetzbar ist. Wir wollen aber keine teure Scheinlösung, sondern müssen die Realitäten im Blick behalten“, sagte Webel. Zahlreiche Auszubildende nutzten für die Wege zur Berufsschule nicht den ÖPNV. Darum würde ein „Azubi-Ticket“ nicht allen Auszubildenden nützen, erläuterte der Minister. Von höheren Zuschüssen für die Fahrten zur Berufsschule und die Unterbringung werde dagegen die Mehrzahl der Auszubildenden profitieren.

Pressemeldung Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

 

Zurück