english

Freitag, 13 Juli 2018 12:37

Rheinland-Pfalz: Historischer Schienenbus im Dahner Felsenland

Schienenbus Jungfernsprung Dahn Aufnahme fritz engbarth

Foto Fritz Engbarth.

Nach der regen Nachfrage im vergangenen Jahr wiederholt der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) ab Mittwoch, dem 18. Juli 2018 die Schienenbusfahrten als Sommeraktion in den rheinland-pfälzischen Schulferien.

An zehn Tagen wird der rund 60 Jahre alte Triebwagen auf der Wieslauterbahn fahren: Von Mittwoch, dem 18. Juli bis einschließlich Dienstag, dem 31. Juli pendelt der Nostalgietriebwagen fünfmal pro Tag im Zwei-Stundentakt auf der beliebten Ausflugszugstrecke im Dahner Felsenland. Der Triebwagen gehört der Pfalzbahn, einem kleinen Bahnunternehmen aus Frankenthal.

Die erste Zugfahrt startet am Morgen in Bundenthal-Rumbach um 10:00 Uhr, der letzte Zug erreicht den Endbahnhof der Wieslauterbahn gegen 19:00 Uhr. Die Fahrzeit beträgt jeweils rund 30 Minuten, wobei alle Zwischenhalte bedient werden. In Hinterweidenthal Ost hat der Schienenbus unmittelbar Anschluss an die Regionalbahnen der DB Regio AG in Richtung Landau mit Halten unter anderem in Hauenstein an der Schuhmeile und Annweiler. Bei den Regionalbahnen in der Gegenrichtung, also von Landau nach Hinterweidenthal, besteht ebenfalls am Bahnhof Ost, nach kurzer Wartezeit, Anschluss ins Wieslautertal.

Die genauen Fahrzeiten sind auf den Seiten des VRN (www.vrn.de) sowie der Eisenbahnfreunde Dahn (http://www.wieslauterbahn.info) veröffentlicht.

Selbstverständlich gelten alle regulären Fahrkarten der DB und der Verbünde VRN und KVV – ohne Nostalgiezuschlag. Urlauber, welche die neue PfalzCard besitzen, können die Pendelzüge wie auch den übrigen ÖPNV in der Region ohne Extrafahrkarte nutzen, der Fahrpreis ist in der PfalzCard inbegriffen. Fahrausweise sind im Vorverkauf an den Fahrausweisautomaten (z.B. Hinterweidenthal Bahnhof an der Queichtalbahn) oder im Internet auf den Seiten des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar erhältlich.

Den regulären Nahverkehr im Wieslautertal bediente die Bundesbahn bis 1966 mit Uerdinger Schienenbussen. Dann wurde der tägliche Zugverkehr eingestellt – trotz massiver Proteste der Bevölkerung. Die frühere Bundesbahn schickte noch bis 1975 den traditionsreichen Bundenthaler als Ausflugszug auf die Strecke. Als die Bahnanbindung für das Dahner Felsenland Mitte der 1990er Jahre komplett stillgelegt werden sollte, retteten die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, die Eisenbahnfreunde Dahn sowie der ZSPNV Süd die Strecke und reaktivierten 1997, also vor rund 20 Jahren, den Bundenthaler als sonntäglichen Ausflugszug. Mit dem Felsenland-Express aus Karlsruhe wurde vor einigen Jahren sogar ein komplett neues Angebot eingeführt.

Grundlegende Sanierung der Strecke geplant

Dabei arbeiten der ZSPNV Süd, die Eisenbahnfreunde Dahn, die Albtalbahn aus Ettlingen (zuständig für die Schienenstrecke) und die Gebietskörperschaften einschließlich der Tourist-Informationen Dahner Felsenland und Hauenstein sowie der Landkreis Südwestpfalz eng zusammen. Geplant ist, mit wesentlicher finanzieller Unterstützung des Landes, für die kommenden Jahre eine grundlegende Sanierung des Gleiskörpers, mehrerer Wieslauterbrücken und einzelner Bahnübergänge.

Zusätzliche Hinweise

Die mittwochs üblichen Fahrten des Bundenthalers von Neustadt/W ins Wieslautertal entfallen am 18. und 25. Juli im Wieslautertal, weil die Fahrpläne der Züge nicht aufeinander abgestimmt sind.

Stattdessen fährt der DB-Zug aus Neustadt/W weiter bis Hinterweidenthal Bahnhof (früherer Haltepunkt Kaltenbach an der Queichtalbahn, also der heutige ´normale´ Regionalbahnhalt) An den beiden Wochenenden 14./15. sowie 21./22. Juli macht der Schienenbus samstags und sonntags Pause. Dann fahren der Bundenthaler und der Felsenland-Express mit dem normalen Triebwagen der DB Regio AG nach dem üblichen Fahrplan mit Durchbindungen von und nach Karlsruhe bzw. Neustadt.

Wegen der beengten Platzverhältnisse ist die Mitnahme von Fahrrädern nur in Ausnahmefällen möglich, die Barrierefreiheit ist bei historischen Fahrzeugen grundsätzlich nicht gegeben.

Pressemeldung Zweckverband Schienenpersonennahverkehr

Zurück