english

Mittwoch, 12 September 2018 11:49

Rheinland-Pfalz: Grenzüberschreitende Mobilität weiter voranbringen

„Wir wollen die Projekte der grenzüberschreitenden Mobilität weiter voranbringen und die Voraussetzungen für die regionale Kooperation stärken“, erklärt Werner Schreiner, Präsident der Oberrheinkonferenz und Beauftragter der Ministerpräsidentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Ohne einen funktionierenden öffentlichen Personennahverkehr in den einstigen Grenzregionen kann weder die europäische Zusammenarbeit auf dem Arbeitsmarkt, im Tourismus oder im Bildungsbereich funktionieren.

Werner Schreiner: „Gerade auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind solche umweltfreundlichen und raumübergreifenden Mobilitätsangebote wichtig“, so der Beauftragte.

Werner Schreiner folgt daher heute auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Expertenausschusses grenzüberüberschreitender Personenverkehr der Oberrheinkonferenz einer Einladung des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann zu einem runden Tisch „Grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen am Oberrhein“.

Für das Land Rheinland-Pfalz sind dabei insbesondere die Bahnverbindungen von Neustadt an der Weinstraße über Landau, Wissembourg und Haguenau nach Straßburg und von Wörth über Roeschwoog nach Straßburg von Interesse, da diese beiden Linien auch überregionale Funktionen haben. So wird derzeit in Zusammenarbeit des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd mit dem Land Baden-Württemberg geprüft, ob Züge der Verbindung Straßburg – Wörth auch bis nach Karlsruhe verlängert werden können.

Die beiden Linien in Nord-Süd-Richtung sollen in Haguenau und Roeschwoog auch auf die Verknüpfungsmöglichkeiten mit einer „neuen“, das heißt reaktivierten Linie Saarbrücken – Obermodern – Haguenau – Roeschwoog – Rastatt – Karlsruhe geprüft werden. Die letztgenannte Linie wird im Rahmen des EU-Projektes „Missing Links“ untersucht und beinhaltet im Falle einer Realisierung auch die Reaktivierung des Abschnitts von Obermodern über Haguenau und die Wintersdorfer Brücke nach Rastatt, die dem Département Bas-Rhin ein besonderes Anliegen ist, wie der Vorsitzende des Eurodistrikts PAMINA, Rémi Bertrand, betont.

Für das Land Baden-Württemberg von besonderer Bedeutung sind auch die Wiederherstellung der Eisenbahnverbindung von Colmar nach Freiburg und der Bau einer neuen Eisenbahnbrücke. Die Förderung aller Vorhaben am Oberrhein mit EU-Mitteln und mit Mitteln der betroffenen Staaten soll daher nach Vorstellung des amtierenden Präsidenten der Oberrheinkonferenz auch Thema der im November in Berlin stattfindenden deutsch-französisch-schweizerischen Regierungskommission sein.

Die Entwicklung der Schienenverkehrsverbindungen zwischen der Pfalz und Straßburg, zwischen Baden-Württemberg und dem Elsass sowie zwischen Saarbrücken und Straßburg wie auch in der Eurometropole Straßburg sind ebenfalls Thema von Besprechungen, die im Laufe der Woche in Abstimmung der Partner beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar in Mannheim stattfinden.

Pressemeldung Landespressedienst

Zurück