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Mittwoch, 26 September 2018 11:21

Bayern: Nach Beschluss des Kreistages Schweinfurt Weg frei für eine schnelle Entscheidung in München zur Mainschleifenbahn

reaktivierung der mainschleifenbahn

Volkmar Halbleibt setzt sich seit Jahren für die Mainschleifenbahn ein. Jetzt scheint der Durchbruch geglückt. Foto Martin Bielawski.

Die Chancen für einen Durchbruch bei der Mainschleifenbahn von Seligenstadt nach Volkach-Astheim sind nach der für morgen (Donnerstag, 27.09.) vorgesehenen Entscheidung des Landkreises Schweinfurt deutlich gestiegen. So jedenfalls schätzt der unterfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib die Signalwirkung der Entscheidung des Kreisausschusses ein, die Mainschleifenbahn zu unterstützen und das zukünftige Buskonzept im südlichen Landkreis Schweinfurt auf die zu reaktivierende Bahnstrecke auszurichten.

Durch die Fahrgastpotentiale von etwa 150 Reisenden aus dem Landkreis Schweinfurt würde die Mainschleifenbahn auf ein nachgewiesenes Fahrgastpotential von knapp 900 Personenkilometer kommen. Damit würde es nur knapp unterhalb des von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) geforderten Schwellenwertes von 1.000 Personenkilometern liegen, rechnet der Abgeordnete vor, der sich seit Jahren für das Bahnprojekt in der Region einsetzt.

Die BEG und das bayerische Verkehrsministerium hatten in einem Schreiben von Staatsekretär Josef Zellmeier an Halbleib vom 11. April dieses Jahres festgestellt: „Nachdem das größte Potential aus einer ÖPNV-Anbindung vermutlich im Landkreis Schweinfurt liegt, bedürfte es zunächst seitens des Landkreises Schweinfurt noch einer grundsätzlichen Willensbekundung hinsichtlich einer Befürwortung einer Reaktivierung der Mainschleifenbahn."

Halbleib hatte sich daraufhin schriftlich an den Schweinfurter Landrat Florian Töpper gewandt und eine förmliche Willensbekundung des Landkreises Schweinfurt eingefordert. „Ich bin Landrat Töpper und dem Schweinfurter Kreistag sehr dankbar, dass er jetzt die Weichen für eine positive Entscheidung in Sachen Mainschleifenbahn stellt", so Halbleib.

Jetzt seien die Bayerische Eisenbahngesellschaft, Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Verkehrsministerin Ilse Aigner gefordert: „Jetzt muss die Landespolitik für die Mainschleifenbahn das Signal endlich auf grün stellen und eine rasche positive Entscheidung treffen. Das müsste mit etwas gutem Willen eigentlich bis zur Landtagswahl Mitte Oktober erfolgen können", fordert Halbleib. Schließlich gehe der Verkehrsgutachter Dr. Konrad Schliephake von einem Fahrgastpotential von 1.400 Personenkilometern aus.

Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Feinstaub-Belastungen und die Autodichte in Würzburg brauche man den Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs in der Region, um den Individualverkehr reduzieren zu können. „Mit der Reaktivierung der Mainschleifenbahn kann und muss hier ein konkreter Beitrag geleistet werden."

Pressemeldung Volkmar Halbleib

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