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Mittwoch, 09 Mai 2018 06:37

Sachsen: Wichtige Etappe für das Tramprojekt „Oskarstraße“ in Dresden-Strehlen abgeschlossen

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat das Planergänzungsverfahren für den Teilabschnitt Oskarstraße/Tiergartenstraße der Stadtbahnstrecke von Strehlen nach Löbtau abgeschlossen. Im Rahmen des Planergänzungsverfahrens wurden die vom Oberverwaltungsgericht Bautzen gerügten Verfahrensmängel hinsichtlich der Auslegung der vollständigen Unterlagen sowie der Durchführung eines Erörterungstermins ausgeräumt.

Zudem hat die LDS die zwischenzeitlich bis 2030 fortgeschriebene Verkehrsprognose und daraus resultierend das an die neuen Verkehrszahlen angepasste Lärmgutachten sowie das Luftschadstoffgutachten in die Planung eingearbeitet und zur Grundlage des Ergänzungsbeschlusses gemacht.

Der rund 1.200 Meter lange Neubauabschnitt befindet sich im Dresdner Stadtteil Strehlen. Zwischen Wasaplatz und Großem Garten wird die Straßenbahntrasse aus der Franz-Liszt-Straße/Wasastraße in die Tiergartenstraße/Oskarstraße verlegt.

Der Bauanfang befindet sich in der Tiergartenstraße, westlich der Haltestelle „Querallee“. Hier wird an die bestehenden Gleisanlagen angeschlossen und die Straßenbahntrasse über die Tiergartenstraße und die Oskarstraße bis zum Wasaplatz geführt. Am Bauende wird die Neubautrasse in der Lockwitzer Straße in die bestehenden Gleisanlagen eingebunden.

Im Zuge des Streckenneubaus wird am S-Bahn-Haltepunkt Dresden-Strehlen eine neue barrierefreie Zentralhaltestelle eingerichtet. Diese ermöglicht das Umsteigen zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn auf kurzem Wege. Die Haltestellen „Querallee“ (stadtwärts) und „Wasaplatz“ werden behindertengerecht ausgebaut.

Die neue Strecke ist Teil des Gesamtvorhabens Stadtbahn 2020. Die Verlegung der Trasse in die Tiergartenstraße/Oskarstraße schafft die Voraussetzungen für die Erweiterung des Straßenbahnnetzes in Richtung Löbtau und für die zukünftige Umwandlung der Buslinie 61 in eine Straßenbahnlinie.

Die bestehende Führung der Straßenbahnlinien 9 und 13 wird den künftigen Erfordernissen nicht gerecht. Insbesondere ist damit die Verknüpfung der Straßenbahn- und Buslinien sowie der zukünftigen Stadtbahnlinie nach Löbtau mit der S-Bahn nicht zu erreichen. Zudem kann am Wasaplatz auf Grund der örtlichen Gegebenheiten keine barrierefreie Zentralhaltestelle errichtet werden.

Mit dem Neubau der Straßenbahntrasse geht die Erneuerung der Verkehrsanlagen einher, was die Sicherheit alle Verkehrsteilnehmer im Bereich Dresden-Strehlen verbessert.

Für den Neubau der Straßenbahntrasse müssen im Bereich Gustav-Adolf-Platz und Oskarstraße Bäume gefällt werden. Die Fällungen werden durch die Anpflanzung von 95 Bäumen im unmittelbaren Straßenraum sowie weitere Anpflanzungen in Altstrehlen ausgeglichen.

Der Plan zum Neubau der Stadtbahntrasse wird für zwei Wochen für Jedermann zur Einsicht öffentlich ausgelegt. Der genaue Auslegungszeitraum und -ort werden vorher ortsüblich öffentlich bekannt gemacht.

Pressemeldung Landesdirektion Sachsen

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