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Donnerstag, 10 Januar 2019 13:12

NRW: Baugenehmigung Rhein-Ruhr-Express für Essen erteilt

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die Baugenehmigung für einen weiteren Abschnitt des Großprojekts Rhein-Ruhr-Express (RRX) erteilt. Der Planfeststellungsabschnitt (PFA) 5a verläuft quer durch das Stadtgebiet Essen zwischen der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr und der Stadtgrenze zu Bochum.

Der Zeitraum der Baumaßnahmen wird nach Prüfung und Einarbeitung der Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss definiert. Vorrangiges Ziel dabei ist eine möglichst anwohner- und kundenfreundliche Realisierung.

Der Beschluss wird vom 07.01.2019 bis zum 21.01.2019 bei der Stadt Essen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung (Deutschlandhaus, Lindenallee 10, 5. Etage, Raum 501, 45127 Essen) an den behördlichen Arbeitstagen während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8.00 Uhr – 16.00 Uhr, mittwochs von 8.00 Uhr – 15.30 Uhr und freitags von 8.00 Uhr – 15.00 Uhr (Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10 der Öffentlichkeit zur Einsicht und auf der Bahn-Projektwebseite www.rheinruhrexpress.de zum Download zur Verfügung stehen.

Ausbauarbeiten in Essen

Auf den Ferngleisen wird auf dem Stadtgebiet Essen eine sogenannte Blockverdichtung durchgeführt. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen den Signalen, in der Fachsprache „Block“ genannt, welcher den Abstand zwischen zwei Zügen vorgibt, durch zusätzliche Signale verkürzt wird. Diese Maßnahme führt dazu, dass mehr Züge auf diesem Streckenabschnitt fahren können.

Diese Maßnahme ist jedoch nicht ausreichend, um den RRX und den verbleibenden Nahverkehr der Regionalexpress-Linien (RE) 16 (Siegen–Essen) und der Regionalbahn (RB) 40 (Hagen–Bochum–Essen) über die Ferngleise zu fahren. Für eine Inbetriebnahme des RRX ist es daher erforderlich, die RE 16 und die RB 40 zwischen Essen Hbf und Bochum-Langendreer auf die S-Bahnstrecke zu verlagern.

Dafür ist der Bau einer Verbindung von den Fern- auf die S-Bahn- Gleise zwischen Essen Hauptbahnhof und Essen-Steele und der Bau eines Kreuzungsbauwerks in Essen-Steele Ost erforderlich. Im angrenzenden Abschnitt in Bochum ist zudem der Bau einer weiteren Verbindungskurve von der S-Bahn zurück auf die Fernbahn in Bochum-Langendreer notwendig.

Die genannte Verlagerung der Verkehre führt auch zu einer Veränderung der Halte der betroffenen Linien.

Schallschutz in Essen

Im Planfeststellungsabschnitt 5a können entlang des Ausbaubereichs die Immissionsgrenzwerte an einigen Gebäuden nicht eingehalten werden. Da dies jedoch nur eine geringe Anzahl betrifft, werden keine aktiven, sondern passive Schallschutzmaßnahmen an den entsprechenden Gebäuden umgesetzt.

In den Bereichen, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden (sogenannte Baulücken), besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Lärmvorsorge. Dennoch

wurde dieser Bereich schalltechnisch untersucht und Maßnahmen vorgesehen, um die Mehrbelastung, die durch die neue Verkehrsführung entstehen, auszugleichen. Voraussetzung ist die Überschreitung der Schwellenwerte von 60 Dezibel.

Eine Maßnahme ist das sogenannte Besonders überwachte Gleis (BüG), bei dem ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberfläche auf ihren akustisch relevanten Zustand überprüft. Überschreiten die gemessenen Werte die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. So wird eine dauerhafte Lärmreduktion von 3 Dezibel erzielt. Außerdem wird an den Gebäuden, bei denen die Schwellenwerte überschritten werden, die Umsetzung passiver Maßnahmen geprüft.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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