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Donnerstag, 24 Januar 2019 10:30

Sachsen: Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die Ausbaupläne für Chemnitz - Leipzig als unzureichend

Das BMVI gab im November 2018 bekannt, dass die Ausbaustrecke Chemnitz - Leipzig vom potentiellen in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufsteigt. Es sieht jedoch nur die Elektrifizierung der Trasse zwischen Chemnitz und Geithain sowie eine Streckenführung des Fernverkehrs über Borna und den City-Tunnel in den Leipziger Hauptbahn-hof vor. Der Fahrgastverband PRO BAHN lehnt diese Variante ab.

Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die aktuellen Ausbaupläne der Strecke Chemnitz – Leipzig als enttäuschend und völlig unzureichend. Markus Haubold, Sprecher des Fahrgastver-bands PRO BAHN für Südwestsachsen, erklärt: „Um zwischen Chemnitz und Leipzig weiterhin einen attraktiven Personenverkehr für alle Fahrgastgruppen anbieten zu können, ist ein um-steigefreier, im Stundentakt über Bad Lausick verkehrender Regionalexpress mit möglichst kurzen Fahrtzeiten unerlässlich.“

Nach den vorliegenden Plänen müsste sich in diesen Stundentakt zwischen Geithain und Chemnitz zusätzlich eine Fernverkehrsverbindung einfügen. „Eine überwiegend eingleisige Strecke zwischen Chemnitz und Geithain kann eine solche Kombination von Fern- und Nah-verkehr nicht bewältigen. Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung sind daher unbe-dingt erforderlich“, warnt Haubold. Er schlägt einen zweistufigen Ausbau vor: In einer ersten Stufe wird der Abschnitt Chemnitz - Geithain durchgehend zweigleisig ausgebaut und elektri-fiziert, in einer zweiten Stufe folgt der Abschnitt Geithain - Leipzig über Bad Lausick.

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert den Freistaat Sachsen dazu auf, sich nachdrücklich für den kompletten zweigleisigen Ausbau und Elektrifizierung der Trasse Chemnitz - Leipzig mit der Streckenführung über Bad Lausick einzusetzen. „Für eine schnelle Verbesserung der Bahn-anbindung der Wirtschaftsregion Chemnitz/Zwickau ist der Freistaat Sachsen klar in der Ver-antwortung, auch finanziell in Vorleistung zu gehen“, bekräftigt Ronny Hausdorf, Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN Mitteldeutschland. „Wir begrüßen daher den Vorstoß der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft ausdrücklich, auf diesem Wege zu einer schnellen Lö-sung zu finden.“

Pressemeldung Pro Bahn Mitteldeutschland

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