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Montag, 11 Februar 2019 15:52

Berlin/Brandenburg: Der innovative Wasserstoff-Zug Coradia iLint wurde im Rahmen einer Sonderfahrt präsentiert

ilint am bahnhof basdorf (c) nebilint in berlin gesundbrunnen (c) neb

Die Niederbarnimer Eisenbahn und Alstom haben heute den Wasserstoff-Zug Coradia iLint in Basdorf mit einer Sonderfahrt präsentiert. Die Niederbarnimer Eisenbahn strebt an, den umweltfreundlichen Personenzug ab 2022 auf der Heidekrautbahn einzusetzen.

Am heutigen Montag, den 11. Februar 2019, wurde der Wasserstoff-Zug Coradia iLint vom Hersteller Alstom und der Niederbarnimer Eisenbahn in Basdorf präsentiert. Im Rahmen der anschließenden Sonderfahrt nach Berlin Gesundbrunnen konnten sich Infrastrukturministerin Kathrin Schneider und Umweltminister Jörg Vogelsänger sowie weitere anwesende VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Verkehrsunternehmen ein Bild von dem innovativen Fahrzeug machen.
Der von Alstom entwickelte Coradia iLint ist der weltweit erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt. Der komplett emissionsfreie Zug ist geräuscharm und gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab.

Die Niederbarnimer Eisenbahn strebt an, Fahrzeuge vom Typ Coradia iLint ab dem Fahrplanwechsel 2022 auf der Heidekrautbahn (RB27) einzusetzen. Hierzu werden Gespräche mit dem Bund, den Ländern und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) geführt. Beim dem Pilotprojekt, das von der Barnimer Energiegesellschaft koordiniert wird, soll ausschließlich "grüner" Wasserstoff zum Einsatz kommen, der in der Region durch Elektrolyse mit Strom aus Windenergie gewonnen wird.

Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: "Wichtiges Ziel unserer Mobilitätsstrategie ist die Entwicklung und Erprobung alternativer Antriebe. Die Brennstoffzellentechnologie spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir wollen Schritt für Schritt die konventionellen Dieseltriebwagen ablösen und unterstützen deswegen das Pilotprojekt auf der Heidekrautbahn. Die Verbindung von umweltfreundlicher Mobilität und Nutzung Brandenburger Windenergie macht das Projekt besonders interessant. Damit kann ausprobiert werden, ob und wie Wertschöpfungsketten in Brandenburg erfolgreich installiert werden können."

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: "Wir freuen uns, diesen innovativen Wasserstoffzug heute einmal testen zu können. Wir haben im Verbundgebiet auf einigen Strecken den Bedarf und den Willen, uns zukünftig vom Dieselantrieb zu verabschieden. Gerade hier auf der RB27 prüfen wir den Einsatz eines solchen Zuges ab dem Fahrplan 2023. Diese Technologie kann eine sinnvolle Alternative zur Elektrifizierung der Strecke sein, wenn es uns gelingt, den Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wie beispielsweise aus Windkraft und möglichst auch direkt vor Ort zu erzeugen."

Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn: "Die Niederbarnimer Eisenbahn engagiert sich seit vielen Jahren dafür, den SPNV hier in der Region noch attraktiver zu gestalten. Der innovative Wasserstoff-Zug von Alstom ist eine echte Alternative auf nichtelektrifizierten Strecken wie der Heidekrautbahn. Mit ihm können wir die RB27 noch leiser und umweltfreundlicher als bisher betreiben - mit Wind und Wasserstoff aus der Region."

Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich: "Wir möchten den Verantwortlichen hier in Brandenburg und Berlin zeigen, wie lokal emissionsfreier Zugverkehr aussehen kann. Unsere Technologie ist einsatzbereit. Sie repräsentiert eine existierende Alternative und bietet, wesentlich leiser als ein konventioneller Dieseltriebzug, exzellenten Fahrgastkomfort. Die Heidekrautbahn fährt demnächst direkt nach Berlin Gesundbrunnen - gerade für den Verkehr in der Großstadt sind emissionsfreie und leise Lösungen wichtig."

Pressemeldung NEB

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