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Montag, 29 April 2019 09:30

Handelsblatt: Investoren bieten weniger für Arriva als erwartet

Obwohl wegen hoher Schulden und benötigter Investitionen in das Schienennetz zum Verkauf der Deutsche-Bahn-Tochter Arriva die Fristen drängen, könnte der Verkauf ins Stocken geraten, da er Medienberichten zufolge nur 3 anstatt der gewünschten 4 Mrd. Euro einbringen würde.

Die Deutsche Bahn muss bis 2023 eine Lücke von rund 5 Mrd. Euro füllen, nachdem sie der Aufsichtsrat im März beauftragt hat, Optionen zur Begrenzung der Schulden von derzeit fast 20 Mrd. Euro vorzulegen. Die Deutsche Bahn favorisiert dazu einen vollständigen Verkauf von Arriva mit einer Preiserwartung von 4 Mrd. Euro. Interessenten sollen sich bis 3. Mai bei der Citigroup und der Deutschen Bank melden, die die Deutsche Bahn als Berater engagiert hat, wie aus einer in der Financial Times erschienen Anzeige hervorgeht.

Das Handelsblatt beruft sich auf Bankenkreise, nach denen wohl allenfalls 3 Mrd. Euro erwartet werden können. Hinzu kommt die Unsicherheit mit dem Brexit, da Arriva ihren Sitz in Großbritannien hat.

Bisher hätten sich vor allem Finanzinvestoren gemeldet, darunter Apollo, Advent und I Squared Capital. Strategische Investoren wie die SNCF seien ausgeblieben. Ähnlich struktuierte Firmen wie National Express oder Transdev legen grob gerechnet das Neun- bis Elffache des Ebit als Kaufpreis für eine Transportgesellschaft wie Arriva nahe. Dies würde einem Verkaufserlös von gut 3 Mrd. Euro entsprechen.

WKZ, Quelle Handelsblatt, tagesspiegel, Industriemagazin

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