english

Dienstag, 30 April 2019 10:46

Kapsch CarrierCom: Großauftrag mit Infrabel in Belgien unterzeichnet

Kapsch CarrierCom hat Infrabel als neuen Kunden gewonnen. Das Projekt wird die Sicherheit des Schienenverkehrs verbessern – für die Bahnbediensteten ebenso wie für die Fahrgäste. Kapsch ist laut dem langfristigen Rahmenvertrag für die Migration des Core-Netzwerks für GSM-R (Global System for Mobile Communications-Railways) und GPRS (General Packet Radio Service) von der R99-Architektur des 3rd Generation Partnership Project (3GPP) auf die Release 4 (R 4)-Technologie verantwortlich.

Dazu gehören auch das Netzwerkdesign sowie die Lieferung, Installation und Instandhaltung der Anlagen über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Das R4-Core-Netzwerk von Kapsch ist eine normkonforme All-IP-Voice-basierte Carrier-Grade-Core-Lösung auf einer ATCA-Plattform (Advanced Telecommunications Computing Architecture). Darüber hinaus entspricht es den Level-2-Anforderungen des ETCS (European Train Control System). Damit gewährleistet es eine kontinuierliche Datenübertragung auf Basis von GSM-R und unterstützt ETCS Level 2 Datenverkehr.

„Wir haben uns für Kapsch CarrierCom entschieden, weil wir für unser Bahnnetz ein Höchstmaß an Sicherheit, Pünktlichkeit und Effizienz gewährleisten wollen. Diese drei Ansätze sind für alle unsere Aktivitäten und Projekte maßgeblich. Kapsch ist der führende Anbieter von GSM-R-Core-Netzwerken für die wichtigsten Bahnnetze in Europa und hat sich als perfekter Partner für eine nahtlose Migration auf die Release 4 (R4)-Technologie erwiesen“, erklärt Vincent Caudron, GSM-R-Experte bei Infrabel.

Das belgische Eisenbahnnetz zukunftsfit gestalten

Die größte Herausforderung bei diesem Projekt ist die Optimierung des Migrationsprozesses, um mögliche Auswirkungen auf die Betriebskommunikation (Sprache und Daten für ETCS Level 2) zu minimieren. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Anzahl und Dauer der Zeitfenster für Eingriffe begrenzt sind.

Kapsch wird deshalb Redundant-Voice-Core-Plattformen mit einer breiten Palette von Anwendungsdiensten (SMS, Voice Recording etc.) sowohl für Live- als auch Testbed-Netzwerke implementieren. Diese Plattformen werden die Verfügbarkeit des Core-Netzwerks deutlich erhöhen. Während der Ausfall eines Rechenzentrums heute eine Nichtverfügbarkeit von mehreren Stunden bedeutet, reduziert sich die Nichtverfügbarkeit mit dem neuen System auf wenige Sekunden. Darüber hinaus sollen Instandhaltungs­tätigkeiten wie etwa Software-Upgrades künftig ohne bzw. nur mit sehr geringen Auswirkungen auf die Dienste durchgeführt werden. Die Migration der Packet-Core-Plattformen bringt die erforderlichen Funktionen und jene Ausfallsicherheit mit sich, die den Einsatz von ETCS Level 2 über GPRS erst ermöglichen.

„Der Gewinn dieses neuen Kunden in einem neuen Land beweist einmal mehr unsere Kompetenz bei End-to-End-Kommunikationslösungen für mission-critical Networks“, so Kari Kapsch, CEO der Kapsch CarrierCom.

Pressemeldung Kapsch CarrierCom

Zurück