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Dienstag, 15 Oktober 2019 12:41

Deutsche Bahn: Stadler baut von der WESTbahn erworbene KISS-Züge um

Die DB Fernverkehr AG hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung zum Umbau von 17 Doppelstocktriebzügen "Stadler KISS 1 u. 2" veröffentlicht (2019/S 199-484546).

Für den Betrieb von 17 Zügen der Baureihen 4010 und 4110 (KISS 1 und KISS 2 der Firma Stadler) wird für die Lieferung und Umsetzung spätestens im März 2022 ein Gesamtauftragspaket vergeben. Dieses enthält die Erweiterung der Baureihe 4110 von vier- auf sechsteilige Züge durch Integration von 18 Mittelwagen, Redesign-Maßnahmen für alle 17 Züge der Baureihen 4010 und 4110 (Umbauten und Umgestaltungen im Innenraum, Integration der Fahrgast-IT und Außenlackierung der BR 4010), das Upgrade des bestehenden ETCS-Systems auf Baseline 3 und die Inbetriebnahme nach Umbau einschl. aller Fahrzeuggenehmigungen für die Schweiz, Österreich und Deutschland.

Die Fa. Stadler ist Hersteller der doppelstöckigen elektrischen Triebzüge KISS der Baureihen 4010 und 4110. Der Fa. Stadler stehen sowohl die Rechte an der Sicherungs- und Leittechnik einschl. Software und Sourcecodes als auch die Produktionsrechte an den Fahrzeugen ausschließlich zu. Mit Blick auf die Komplexität des zeitgleichen Gesamtumbaus deren Schwerpunkt die Integration zweier zusätzliche Mittelwagen und sämtlicher Genehmigungen bei den zuständigen Genehmigungsbehörden kommt kein anderer Lieferant in Betracht.

Die Deutsche Bahn hatte im Juli 2019 17 Doppelstockzüge von der österreichischen Westbahn gekauft, die als Intercity 2 auf der neuen Linie Dresden – Berlin – Oranienburg – Rostock eingesetzt werden sollen.

Quelle EU-Amtsblatt

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