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Dienstag, 26 November 2019 07:00

UIC: Unfalljahresbericht 2018 zeigt Rekord der Eisenbahnsicherheit

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Fotos UIC.

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) veröffentlichte seinen Jahresbericht über Bahnunfälle in Europa. Im Rahmen der UIC-Sicherheitsdatenbank werden seit 2001 Unfalldaten gesammelt. Mittlerweile enthält sie Informationen von 27 UIC-Mitgliedern aus den UIC-Regionen Europa, Asien und Mittlerer Osten.

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Die von der UIC-Abteilung Sicherheit verwaltete Datenbank enthält nicht nur Unfallstatistiken, sondern auch aufschlussreiche Informationen über Ursachen, Umstände und Auswirkungen der Unfälle, die der Taxonomie und den Definitionen der EU-Gesetzgebung entsprechen.

Die Bahn ist das sicherste Landverkehrsmittel und verbessert ihr Sicherheitsniveau ständig weiter. Dank der von der Gemeinschaft der Bahnen getroffenen Verbesserungsmaßnahmen in allen Bereichen des Bahnbetriebs verringerte sich im Zeitraum von 2013 bis 2018 die Anzahl der Unfälle und der Unfallopfer um fast 17%. Mit insgesamt 1 746 im historischen Erhebungsbereich erfassten signifikanten Unfällen, liegt das Jahr 2018 um 2% unter 2017. Dies ist die niedrigste Unfallzahl seit Beginn der Unfalldatenerfassung 2006.

2019 traten der UIC-Sicherheitsdatenbank drei neue Mitglieder bei, auf deren Netzen 2018 insgesamt 2 361 Unfälle verzeichnet wurden, wodurch die Gesamtzahl der Unfälle 2018 in der Datenbank auf 4 107 stieg.

Unfallursachen 2018

74% der Unfälle werden durch unbefugtes Betreten der Bahnanlagen verursacht, 15% durch verkehrswidriges Überqueren von Bahnübergängen. Die Unfälle, bei denen Personen am Bahnsteig verletzt werden bzw. aus dem Zug oder vom Bahnsteig stürzen, machen nur noch 1% aus. Lediglich 7% der in der UIC-Sicherheitsdatenbank gespeicherten signifikanten Unfälle gehen zu Lasten interner Ursachen und sind auf technisches, organisatorisches oder menschliches Versagen im Bahnbetriebssystem zurück zu führen. Die restlichen 2% der Unfälle entstanden auf Grund witterungs- oder umweltbedingter Einflüsse. Durch den Beitritt der neuen Mitglieder prägte sich die Spitzenreiterrolle der Personenunfälle auf Grund unbefugten Betretens Dritter weiter aus.

Das Bahnsystem leidet in erster Linie unter dem Verhalten bahnexterner Personen: 97% der im Jahr 2018 zu verzeichnenden Todesfälle im Bahnverkehr sind Dritte. Es ist daher unerlässlich, dass die Behörden das ihre dazu beitragen, diese Situation durch Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu verbessern und weiter gegen ungebührliches Verhalten Dritter auf Bahngelände angehen, so wie sie es seit Langem im Straßenverkehr tun.

Zugkollisionen und Entgleisungen

Die Anzahl der Kollisionen und Entgleisungen beläuft sich 2018 auf 123 und liegt damit trotz dem Beitritt der neuen Mitglieder nur geringfügig über dem bisher niedrigsten Wert aus dem Jahr 2016. Opfer waren lediglich bei 12 Unfällen zu beklagen, wobei 3 schwere Unfälle 82% der 118 Unfallopfer ausmachen. Die restlichen 111 Unfälle hatten lediglich finanzielle oder betriebliche Folgen.

Globaler Sicherheitsindex der UIC

Der globale Sicherheitsindex der UIC (GSI) zeigt mehr als die reine Unfallstatistik: jeder Unfall wird nach Art und Ursache, Anzahl der Opfer und Unfallkategorie gewichtet. Somit kann das allgemeine Sicherheitsniveau unabhängig von den schweren, aber seltenen Unfällen mit gravierenden Auswirkungen genauer aufgeschlüsselt werden.

Bei den historischen Mitliedern der Sicherheitsdatenbank sinkt der Sicherheitsindex 2018 ein weiter auf 8,28, wodurch sich der Trend einer dauerhaften Verbesserung des Sicherheitsniveau im Bahnverkehr in Europa und im Mittleren Osten bestätigt. Der Globale Sicherheitsindex der UIC bei den neuen Mitgliedern liegt 2018 bei 6,9. Daraus ergibt sich ein neuer Richtwert des GSI von 15,18.

Mitglieder der Sicherheitsdatenbank der UIC

ADIF (Spanien), ADIF-AV (Spanien), CFL (Luxemburg), CFR-SA (Rumänien), CIE (Irland), DB AG (Deutschland), Eurotunnel (Frankreich und UK), HZ (Kroatien), Network Rail (UK), Infrabel (Belgien), IP (Portugal), BANE NOR SF (Norwegen), MAV (Ungarn), ÖBB (Österreich), PKP (Polen), ProRail (Niederlande), RAI (Iran), SNCF Réseau (Frankreich), FS RFI (Italien), SBB CFF FFS (Schweiz), SZ (Slowenien), SZDC (Tschechien), TCDD (Türkei), Trafikverket (Schweden), ZSR (Slowakei)

Neue Mitglieder

RZD (Russland), RAS-EL (Griechenland), KRRI (Südkorea)

Pressemeldung UIC

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