english

Donnerstag, 16 Januar 2020 10:04

Alstom: Starkes Wachstum und Rekordauftragsbestand, aber mittelfristige Ziele unter der Erwartung

Im dritten Quartal 2019/20 (01.10. bis 31.12.2019) verbuchte Alstom Aufträge in Höhe von 3,6 Mrd. Euro, verglichen mit 3,4 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz des Konzerns betrug 2,1 Mrd. EUR nach 2,0 Mrd. EUR im dritten Quartal 2018/19.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2019/20 (01.04. bis 31.12.2019) betrug der Auftragseingang von Alstom 8,2 Mrd. EUR. Der Konzernumsatz erreichte 6,2 Mrd. EUR, ein Plus von 3 % (2 % bei konstantem Umfang und konstanten Wechselkursen) gegenüber den ersten neun Monaten 2018/19.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2019 erreichte mit 43 Mrd. EUR einen neuen historischen Rekord und bietet eine hohe Visibilität für zukünftige Erträge.

Der Großteil des Auftragseingangs des Konzerns im dritten Quartal erfolgte in Europa, darunter ein Auftrag über 755 Mio. EUR zur Modernisierung und Instandhaltung der Pendolinos-Züge für Avanti West Coast in Großbritannien sowie die Erneuerung und Automatisierung der Metro in Marseille. Außerdem erhielt Alstom im Konsortium mit Bombardier den Zuschlag für die Erneuerung von 44 Metro-Zügen der neuen Generation für Ile-de-France Mobilités und die RATP im Rahmen eines Rahmenvertrags, der auf 410 Züge erweitert werden kann. Darüber hinaus verbuchte Alstom in der Region Asien-Pazifik hochwertige Aufträge im Wert von 1,28 Mrd. EUR mit einem Fertigungs- und Instandhaltungsvertrag über 800 Mio. Euro für das Schienennetz von Perth in Australien sowie für fahrerlose Züge und ein digitales Signalsystem für die U-Bahn-Erweiterung von Sydney. Besonders positiv war der Auftragseingang in den Bereichen Signale und Services mit 593 Mio. EUR bzw. 1.266 Mio. EUR, die in diesem Quartal gebucht wurden.

Trotz dieser guten Zahlen erwartet der Bahnkonzern für das gesamte Geschäftsjahr 2019/2020 eine Steigerung von Umsatz und Profitabilität unter seinen mittelfristigen Zielen. "Das Jahr 2019/20 wird ein Jahr der Stabilisierung des Wachstums sein, nach einem Jahr 2018/19, in dem Umsatz und Rentabilität außergewöhnlich stark gestiegen sind", erklärte Alstom. Das Management erklärte auch, dass Veränderungen im Bedarf an Betriebskapital die Generierung von freiem Cashflow beeinflussen werden. "Alstom wird eine disziplinierte Investitionspolitik und externe Wachstumsmaßnahmen verfolgen, um seine Entwicklung zu unterstützen und Werte zu schaffen." Zu Beginn der Sitzung sank der Kurs um 2% auf 43,3 EUR.

WKZ, Quelle Alstom, Börse direkt

Zurück