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Freitag, 07 Februar 2020 09:26

Alstom: Batterie und Wasserstoff - Züge werden grün

alstom green
Foto Alstom.

Im Februar 2020 erhielt Alstom im Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) in Deutschland einen Auftrag über elf batteriebetriebene Regionalzüge. Dies sind die ersten bei Alstom bestellten batteriebetriebenen Züge. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, denn die Möglichkeit, sowohl Wasserstoff als auch Batterien anzubieten, beweist einmal mehr unsere zentrale Stellung auf dem Markt der emissionsfreien Mobilität.

Wir haben eine Bestandsaufnahme der Null-Emissions-Lösungen von Alstom vorgenommen und die nächsten Schritte mit Brahim Soua, dem Vizepräsidenten der regionalen Plattform, besprochen.

Was sind die aktuellen Ziele für den Bereich der grünen Lösungen?

Nachhaltige Energie ist ein Thema, das von Alstom integriert wird, das in die Entwicklung grüner Lösungen investiert. Der Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) in Deutschland ist eine Premiere für Alstom und stellt die erste Bestellung von batteriebetriebenen Zügen für Alstom dar. Dies sind die ersten bei Alstom bestellten batteriebetriebenen Züge. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, denn die Möglichkeit, sowohl Wasserstoff als auch Batterien anzubieten, beweist einmal mehr unsere zentrale Stellung auf dem Markt der emissionsfreien Mobilität. Gleichzeitig arbeiten wir an der Vermarktung des Coradia iLint in verschiedenen Ländern. Er wird zum Beispiel in den Niederlanden getestet werden. Diese Tests zeigen, dass Coradia iLint vollständig an verschiedene Länder anpassbar und bereit ist, die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichem Transport zu befriedigen.

Welche Erfahrungen hat Alstom bei der Verwendung von Wasserstoff und Batterien?

Wir können sehr stolz darauf sein, Pioniere auf diesem Gebiet zu sein. Wir haben 2019 zwei Verträge für wasserstoffgetriebene Züge unterzeichnet. Der erste betrifft 14 Züge in der deutschen Region Niedersachsen. Der zweite, ebenfalls in Deutschland, für 27 Züge für die Metropolregion Frankfurt. Zwei Vorserienzüge sind seit mehr als einem Jahr in Deutschland im kommerziellen Einsatz. Dank der gewonnenen Erfahrung können wir zusammen mit einem Partner ein komplettes, optimiertes Wasserstoffsystem anbieten, das das rollende Material, die Wartung und die Wasserstoffversorgung umfasst.

Was die batteriebasierten Lösungen betrifft, so haben wir bereits viel Erfahrung mit unserer Coradia iLint. Obwohl dieser Zug mit Wasserstoff betrieben wird, verwendet er als Teil des Traktionssystems Batterien. Andere Beispiele sind die Citadis-Straßenbahnen wie die in Nizza, Frankreich, die Prima H3-Lokomotive und unsere Elektrobusse.

Wie kann man zwischen Wasserstoff und Batterie wählen?

Wir analysieren viele Parameter, wie z.B. die betrieblichen Erfordernisse, die bestehende Infrastruktur und Topographie, den Grad der Elektrifizierung, die Verkehrsdichte auf der Strecke, die Höhe der erforderlichen Investitionen und schließlich die Größe der Fahrzeugflotte.

Im Allgemeinen eignen sich batteriebasierte Lösungen am besten für kurze und mittellange, nicht elektrifizierte Abschnitte, während wasserstoffbasierte Lösungen am besten geeignet sind, wenn die Reichweite entscheidend ist.

Was sind die Herausforderungen für grüne Lösungen heute, und wie können sie angegangen werden?

Jedes Mal, wenn eine grüne Lösung eingeführt wird, muss das gesamte System, einschließlich des Rollmaterials, optimiert werden. Im Hinblick auf die Wasserstoffinfrastruktur sprechen wir über Auflade- und Verteilerstationen. Batteriebasierte Lösungen hingegen erfordern möglicherweise Aufladestationen sowie eine zusätzliche Elektrifizierung mit starken Auswirkungen auf die Kosten und die wirtschaftliche Effizienz.

Im Hinblick auf die Wasserstofftechnologie können Investitionen in die Infrastruktur effizienter gestaltet werden, indem sie mit anderen Verkehrsmitteln, die sie nutzen - Busse, Lastwagen und Autos - geteilt werden, was als "Sektorkopplung" bezeichnet wird. Für diese Art von Investitionen ist es auch wichtig, die notwendige politische Unterstützung sowie Partner für die Bildung eines gemeinsamen Ökosystems zu erhalten.

Was die Batterietechnologie betrifft, stehen wir an der Grenze der Entfernung. Während ein Wasserstoffzug 1000 km fahren kann, ohne aufgeladen zu werden, ist die Reichweite eines batteriebetriebenen Zuges begrenzter. Mit der neuen Batterietechnologie, an der wir derzeit arbeiten, ist es möglich, sie auf mehr als 120 km auszudehnen. Diese Zahlen sind jedoch bei weitem nicht endgültig, da wir ständig lernen und Fortschritte in diesem Bereich machen.

Was sind die aktuellen Ziele für den Bereich der grünen Lösungen?

Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, den Einsatz von Diesel bis 2035 zu beenden. Viele große Unternehmen haben sich verpflichtet, in dieser Zeit völlig umweltfreundlich zu werden. Alstom ist bereits ideal positioniert, da unser Unternehmen bereit ist, unseren Kunden die gesamte Palette an umweltfreundlichen Traktionslösungen anzubieten. Die Entwicklung dieser Lösungen ist im Gange und ermöglicht es uns, für jeden Kunden und für jeden spezifischen Fall optimale Lösungen anzubieten.

Gleichzeitig versuchen wir, die Umweltauswirkungen der noch mit Diesel betriebenen Alstom-Züge zu verbessern und die CO2-Emissionen zu minimieren. Um dies zu erreichen, verwenden wir Hybridantriebe, die Batterie und Diesel kombinieren. Weitere alternative Brennstoffe werden ebenfalls evaluiert.

WKZ, Quelle Alstom

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