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Freitag, 16 Oktober 2020 11:33

UIC: Abschlusskonferenz des von der UIC koordinierten EU-Projekts SHERPA

Über 90 Teilnehmer aus 21 Ländern der ganzen Welt nahmen an der am 15. Oktober 2020 vom Internationalen Eisenbahnverband (UIC) organisierten Webkonferenz teil, an der die Erkenntnisse und wesentlichen Ergebnisse aus dem Projekt SHERPA (Shared and coherent European Railway Protection Approach) besprochen wurden. Dieses von der UIC koordinierte EU-Projekt mit einer Laufzeit von 2 Jahren startete am 1. November 2018. Hauptziel des Projekts war die Erhöhung des Sicherheitsniveaus von Bahnhöfen und Zügen (d.h. öffentlicher Bereiche und weicher Ziele) durch Schutz gegen Terroranschläge.

Finanziert wurde es über den Fonds Nr. 915347 für Innere Sicherheit der EU.

Die Konferenz wurde durch UIC-Generaldirektor François Davenne eröffnet: „Bahnhöfe und Züge sind naturgemäß frei zugänglich, was ihren Schutz erschwert. Den Zugang in Bahnhöfen mit großen Reisendenströmen und vielen Besuchern zu kontrollieren, ist eine enorme Herausforderung. Das Dilemma ist, dass das Risiko reduziert werden, aber der Bahnverkehr gleichzeitig so offen, attraktiv und frei zugänglich wie möglich bleiben muss.

Nach 2 Jahren intensiver Arbeit wird das Projekt SHERPA nun abgeschlossen. Unter der Koordination der UIC stellen die Projektpartner DB AG, FS, PKP, SNCB und SNCF heute ihre Ergebnisse vor.

Darüber hinaus war das SHERPA-Projekt eine gute Gelegenheit, die Kooperation zwischen den Bahnen zu fördern und auf die erforderliche Abstimmung der von den für die Sicherheit von Menschen und Gütern zuständigen nationalen Behörden bestimmten Politiken hinzuweisen.

Als Generaldirektor der UIC, die Projektkoordinator war, möchte ich den fünf am Projekt beteiligten Bahnen meinen Dank aussprechen. Sie sind nicht nur wesentliche Partner des Bahnsektors, sondern auch aktive Mitglieder der UIC. Die Ergebnisse sind hochinteressant und nicht nur für andere UIC-Mitglieder, sondern auch für Behörden zweckdienlich, die die Sachzwänge besser verstehen wollen, denen die Bahnen unterworfen sind.

Der Security-Hub der UIC wurde dank der SHERPA-Ergebnisse umfassend aktualisiert und ermöglicht es den Sicherheitsexperten der Bahnen und Entscheidungsträgern, die geeigneten Strategien und Maßnahmen auszuwählen, um die Sicherheit in Europa im Rahmen eines gemeinsamen Ansatzes zu erhöhen.

Wir bedanken uns für die erfolgten Arbeiten und Ihr kontinuierliches Engagement im gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Abschlusskonferenz und hoffe, Sie in nächster Zukunft im Rahmen des Follow-up des SHERPA-Projekts wiederzusehen!“

Pressemeldung UIC

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