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Freitag, 15 Januar 2021 14:28

HGK: Kritik an neuer Einreise-Verordnung aufgrund der Corona-Pandemie unterstützt

Die Unternehmen der HGK Integrated Logistics Group unterstützen die Kritik mehrerer Logistik-Verbände an der neuen Coronavirus-Einreiseverordnung. Die hohen Auflagen für den Grenzübertritt auch für Beschäftigte der Branche könnten nach An-sicht der HGK Gruppe die Versorgungssicherheit gefährden.

Betroffen von der Rechtsverordnung sind sämtliche Arten des Transportwesens, also neben dem Lkw-Verkehr auch Gütereisenbahnen und Binnenschifffahrt. "Alle Maßnahmen, die hel-fen, die weitere Ausbreitung der Pandemie einzudämmen, sind nützlich. Die getroffenen Ent-scheidungen müssen aber auch umsetzbar sein und dürfen nicht an anderer Stelle zu weite-ren Problemen führen", sagt Steffen Bauer, CEO der HGK Shipping GmbH. Er befürchtet, dass es zu "Engpässen bei der Versorgung der Industrie" kommen könnte, sollte es keine praktikablen Ausnahmeregelungen geben, für die er plädiert: "Die Binnenschifffahrt hat be-wiesen, dass sie verantwortungsbewusst mit Sonderregelungen umzugehen versteht. Unse-re Besatzungen sind aufgrund der Erfahrungen in den letzten Monaten in der Lage, sämtli-che Risiken zu minimieren."

Auch den Gesellschaften des HGK-Bereichs Logistics and Intermodal bereitet die grundsätz-liche Ausrichtung des Beschlusses Sorge. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir mit sinn-vollen Maßnahmen und Konsequenz die Pandemie in den Griff kriegen müssen. Dafür benö-tigen wir intelligente Regelungen mit Augenmaß", erklärt neska-Geschäftsführer Jan Zeese. Dazu gehöre einerseits, eine hohe Sicherheit bei Ein- und Ausreise zu gewährleisten, aber diese eben auch grundsätzlich für die Branche möglich zu machen. Denn: "Der grenzüber-schreitende Verkehr ist die Grundlage unseres Wohlstandes."

Bei HGK Rail Operations werden ebenfalls große Probleme befürchtet. "Im grenzüberschreitenden Verkehr der Eisenbahn führt die neue Regelung mitunter zu absurden Auswirkungen. Wenn unser Lokführer den Zug einen Kilometer weit zum Übergabe-Bahnhof in ein Nachbarland mit hohen Inzidenzwerten fährt, fällt er automatisch unter sämtliche Kontroll- und Quarantäne-Bedingungen, obwohl er sich ja eigentlich nur in einer Art Transitzone und nicht in dem Land selber aufgehalten hat", kritisiert Wolfgang Birlin, Geschäftsführer der HGK-Beteiligung RheinCargo.

Angesichts dieser Problemstellungen richten die Unternehmen der HGK Gruppe einen drin-genden Appell an die politischen Entscheidungsträger, entsprechende Ausnahmeregelungen zu erlassen. Es muss weiterhin einen größtmöglichen Schutz gegen die Pandemie geben, aber die funktionierende Versorgung von Industrie, Handel und somit letztlich der Bevölke-rung darf nicht gefährdet werden.

Pressemeldung HGK

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