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Sonntag, 10 Dezember 2017 10:28

Siemens: ICE 4 nimmt planmäßig regulären Betrieb auf

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Mit dem heutigen Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG (DB) nimmt der ICE 4 den Regelbetrieb auf. Damit wird ein weiterer Projektmeilenstein pünktlich erreicht. Zunächst werden fünf Züge auf den Strecken Hamburg – München sowie Hamburg – Stuttgart unterwegs sein. Bis zum Sommer 2018 wächst die Flotte auf neun Züge. Siemens liefert insgesamt 119 Züge bis zum Jahr 2023. Davon werden 100 in zwölfteiliger und 19 in siebenteiliger Ausführung sein.

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Mit der ICE-4-Flotte will die DB ihre ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen. Die 2015 verabschiedete Fernverkehrsstrategie sieht vor, bis 2030 das Fernverkehrsangebot um 25 Prozent auszubauen. 50 Millionen zusätzliche Reisende will die DB jährlich dazugewinnen. Der ICE 4 bildet hierfür das Rückgrat des Fernverkehrs.

„Der ICE 4 ist das neue Flaggschiff des Fernverkehrs und setzt Standards für unsere Fahrgäste: Viel Stauraum für Gepäck, ein eleganter Restaurantbereich sowie ein neuartiges Lichtkonzept sorgen für hohen Reisekomfort. Erstmals können im ICE auch Fahrräder mitgenommen werden. Mit dem neu gestalteten Familienbereich und Kleinkindabteil machen wir das Reisen für Familien jetzt noch entspannter“, sagte Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr AG.

„Der ICE 4 ist der bisher größte Zugauftrag in der fast 170-jährigen Unternehmensgeschichte von Siemens. Wir liegen bei der Auftragsabwicklung voll im Plan und der Regelbetrieb konnte pünktlich aufgenommen werden. Dieser Zug setzt neue Maßstäbe im Intercity-Verkehr mit seinem einzigartigen technischen Konzept“, erläutert Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility.

Die Triebzug-Konzeption des ICE 4 ist auf die größtmögliche Flexibilität ausgerichtet. Auf der Basis von fünf Wagentypen sind 24 Zugkonfigurationen möglich, die an den Platzbedarf, die Höchstgeschwindigkeit und das zu fahrende Streckenprofil angepasst werden können. Eine Voraussetzung für nahezu frei konfigurierbare Züge ist die Entwicklung eines Triebwagens (Powercar), der alle Antriebskomponenten in einem Wagen vereint. In diesen angetriebenen Wagen sind die wesentlichen Antriebs- und Stromversorgungskomponenten unterflur angeordnet. Aus den Powercars, dem Servicewagen, Mittelwagen und den zwei Endwagen sowie dem Restaurantwagen lassen sich die Züge zusammenstellen. Ein 12-teiliger ICE 4 wird von sechs Powercars angetrieben, die eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen.

Auf einer Länge von 346 Metern bietet der 12-teilige Zug 830 Sitzplätze. Er verfügt über große Gepäckregale in Sitzplatznähe. Ein Familienabteil bietet mehr Platz im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Hinzukommen zusätzliche Freiflächen für Kinderwagen in den Kleinkind- und Familienbereichen. Vier Stellplätze stehen für Rollstuhlfahrer zur Verfügung. Erstmals wird es in einem ICE möglich sein, Fahrräder mitzunehmen. Acht Fahrradstellplätze im Endwagen sind reservierbar.

Ein innovatives Beleuchtungskonzept mit tageszeitabhängiger LED-Lichtsteuerung schafft in allen Wagen eine Wohlfühlatmosphäre. In den Morgenstunden gibt es gedämmtes Licht. Zum Sonnenaufgang wechselt es zu warmem, aktivierendem Licht, ehe es in die Tagesbeleuchtung schaltet. In den Abendstunden wird der Sonnenuntergang simuliert.

Eine neuartige Klimaanlage sorgt dafür, dass Temperaturen von minus 25 bis plus 45 Grad Celsius geregelt werden können. Sie verfügt zudem über zwei redundante Kühlsysteme, die dafür sorgen, dass bei Ausfall eines Kühlkreises der andere weiterlaufen kann.

Die neuen, modernen Sitze haben verbesserte Kopfstützen. Die Rückenlehnen gleiten beim Verstellen nicht nach hinten, sondern in die Sitzschale und stören den hinteren Sitznachbarn nicht. Jeder Sitzplatz der 1. Klasse verfügt zudem über eine eigene Steckdose und eine Leseleuchte. Reservierungsanzeigen und Sitznummern sind gut sicht- und tastbar in die Kopfstützen der Sitze integriert. Die neuen Züge verfügen mit der Multiprovider-Technik über die neueste WLAN-Technologie. Das System greift während der Fahrt auf die jeweils schnellsten Datennetze (LTE, 3G) zu und bündelt die Kapazitäten der Netzbetreiber, sodass höhere Datenvolumina verarbeitet werden. Dadurch erhalten die Reisenden eine schnellere und stabilere WLAN-Verbindung.

Die ICE-4-Flotte ist mit dem europäischen Zugkontrollsystem ETCS (European Train Control System) ausgestattet. Damit kann der ICE 4 ab Dezember 2018 auf der Neubaustrecke Berlin – München eingesetzt werden.

Pressemeldung Siemens

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