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Donnerstag, 29 April 2021 08:30

Vossloh: Sehr guter Start in das Geschäftsjahr 2021

Vossloh ist überaus erfolgreich in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Konzernumsatz trotz andauernder Herausforderungen durch Covid-19 um 13,2 % auf 207,1 Mio.€ (Vorjahr: 182,9 Mio.€). Ausschlaggebend dafür waren vor allem höhere Umsatzbeiträge im Geschäft mit Schienenbefestigungssystemen in China, die in weiten Teilen auf pandemiebedingte Verschiebungen von Auslieferungen in das Jahr 2021 zurückzuführen waren.

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Der Auftragseingang entwickelte sich in den ersten drei Monaten 2021 wie im Vorjahr positiv und lag bei 260,0 Mio.€ (Vorjahr: 291,9 Mio.€). Das Verhältnis neuer Aufträge zum Umsatz (Book-to-Bill) lag dementsprechend mit einem Wert von 1,26 erneut auf erfreulich hohem Niveau. Das EBIT verbesserte sich deutlich auf 12,1 Mio.€, nach vergleichbaren 0,9 Mio.€ im ersten Quartal 2020. Das berichtete EBIT des Vorjahres betrug 16,5 Mio.€, war allerdings durch einen positiven Bucheffekt in Höhe von 15,6 Mio.€ im Rahmen der Übergangskonsolidierung eines chinesischen Joint Ventures geprägt. Die operative EBIT-Marge stieg von 0,5 % im Vorjahr auf 5,8 % im ersten Quartal 2021. Entsprechend verbesserte sich im Jahresvergleich auch das operative EBITDA deutlich von 13,2 Mio.€ auf 25,6 Mio.€ und die operative EBITDA-Marge von 7,2 % auf 12,4 %.

In Bezug auf die Vermögens- und Finanzlage konnten ebenfalls signifikante Verbesserungen erzielt werden. Die Eigenkapitalquote stieg auf 43,9 % (Vorjahr: 28,6 %). Die Nettofinanzschuld (ohne Leasingverbindlichkeiten) sank deutlich auf 202,1 Mio.€ (31. März 2020: 386,4 Mio.€). Maßgeblich hierfür war neben dem positiven Free Cashflow im Kerngeschäft in den letzten zwölf Monaten die erfolg- reiche Platzierung der Hybridanleihe in Höhe von rund 150 Mio.€ im Februar, die gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards dem Eigenkapital zugerechnet wird.

„Wir sind äußerst erfolgreich in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Nach Jahren der Neuausrichtung und Restrukturierung wird das Ertragspotenzial von Vossloh mit Blick auf unser bestes operatives Ergebnis in einem ersten Quartal seit zehn Jahren deutlich sichtbar“, erläutert Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG.
„Wir sind bestens aufgestellt und auf einem sehr guten Weg, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Mit unserem integrierten Produkt- und Serviceportfolio sowie unserer finanziellen Flexibilität sind die Weichen für nachhaltiges profitables Wachstum gestellt.“

Geschäftsbereich Core Components

Im Geschäftsbereich Core Components steigerte Vossloh im ersten Quartal 2021 den Umsatz um mehr als 35 % auf 105,1 Mio.€ nach 77,7 Mio.€ im Vorjahr. Diese herausragende Entwicklung geht vor allem auf die stärkere Geschäftsentwicklung in China im Geschäftsfeld Fastening Systems zurück, die vor allem durch pandemie- bedingte Verschiebungen von Auslieferungen nach 2021 getrieben war. Der Umsatz des Geschäftsfelds erhöhte sich in der Berichtsperiode um nahezu 50 % auf 65,5 Mio.€ (Vorjahr: 43,9 Mio.€). Die Erlöse im Geschäftsfeld Tie Technologies stiegen vor allem wegen höherer Auslieferungen von Betonschwellen in Australien auf 40,6 Mio.€ (Vorjahr: 36,5 Mio.€). Die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs beliefen sich in den ersten drei Monaten 2021 auf 99,5 Mio.€ (Vorjahr: 107,9 Mio.€). Der Auftragsbestand am 31. März 2021 belief sich auf 237,5 Mio.€ und lag vor allem aufgrund der planmäßigen Abarbeitung des hohen Auftragsbestands in Australien und China unter dem Vorjahr (31. März 2020: 302,8 Mio.€). Der Geschäftsbereich Core Components erzielte im ersten Quartal 2021 ein EBIT von 14,7 Mio.€ (Vorjahr auf vergleichbarer Basis: 3,8 Mio.€). Die EBIT-Marge verbesserte sich dadurch auf 14,0 % nach vergleichbaren 4,9 % im Vorjahr. Der signifikante Anstieg ist vor allem auf höhere Auslieferungen für margenstarke Projekte im Geschäft mit Schienenbefestigungssystemen zurückzuführen.

Geschäftsbereich Customized Modules

Der Umsatz im Geschäftsbereich Customized Modules blieb im ersten Quartal 2021 mit 87,3 Mio.€ nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (87,6 Mio.€). Geringere Erlöse vor allem in Italien und Frankreich wurden dabei durch Mehrumsätze in Australien und Indien kompensiert. Der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2021 belief sich auf 127,0 Mio.€ (Vorjahr: 147,7 Mio.€). Das Book-to-Bill-Verhältnis lag entsprechend bei 1,45. Der Auftragsbestand Ende des ersten Quartals 2021 lag mit 380,0 Mio.€ deutlich über Vorjahr (333,2 Mio.€). Das EBIT stieg signifikant auf 4,0 Mio.€ (Vorjahr: 1,8 Mio.€). Folglich konnte die EBIT-Marge auf 4,6 % (Vorjahr: 2,1 %) gesteigert werden. Ein ganz wesentlicher Grund für die positive Ergebnis- und Profitabilitätsentwicklung sind operative Effizienzsteigerungen.

Geschäftsbereich Lifecycle Solutions

Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions lag der Umsatz mit 19,7 Mio.€ im ersten Quartal 2021 etwa auf Vorjahresniveau (20,2 Mio.€). Höhere Erlöse aus Maschinenverkäufen sowie aus dem Bereich Stationäres Schweißen konnten die erwartet geringeren Umsätze beim Schienen- und Weichenschleifen kompensieren. Der Auftragseingang mit 38,9 Mio.€ (Vorjahr: 38,4 Mio.€) und der Auftragsbestand mit 28,8 Mio.€ (Vorjahr: 28,6 Mio.€) waren im Jahresvergleich nahezu unverändert. Das saisontypisch negative EBIT betrug -2,4 Mio.€ (Vorjahr: -1,8 Mio.€). Ursächlich hierfür sind vor allem geringere Ergebnisbeiträge aus den Bereichen Schienen- und Weichenschleifen sowie Logistik. Im weiteren Jahresverlauf rechnet Vossloh mit einer Verbesserung der Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr.

Mitarbeiter

Im ersten Quartal 2021 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Vossloh-Konzern 3.608 (Vorjahr: 3.472). Die Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter ist vor allem auf die Vollkonsolidierung einer indischen Gesellschaft im Geschäftsbereich Customized Modules zurückzuführen.

Ausblick 2021

Vossloh geht auf Basis des aktuellen Kenntnisstands unverändert davon aus, im Jahr 2021 Umsätze zwischen 850 Mio.€ und 925 Mio.€ erzielen zu können. Ferner rechnet Vossloh mit einer EBITDA-Marge zwischen 13 % und 14 %. Die EBIT-Marge wird zwischen 7 % und 8 % erwartet. Unter Herausrechnung des im Geschäftsjahr 2020 enthaltenen Einmaleffekts in Höhe von 15,6 Mio.€ aus der Übergangskonsolidierung des Joint Ventures in China betrugen die EBITDA-Marge bzw. die EBIT-Marge im abgelaufenen Geschäftsjahr 12,4 % respektive 6,6 %. Operativ wird demnach ein deutlicher Anstieg der Profitabilität erwartet, zu dem alle Geschäftsbereiche beitragen werden. Der Ausblick steht unter dem Vorbehalt keiner wesentlichen zusätzlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie.

Pressemeldung Vossloh

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