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Donnerstag, 09 September 2021 12:34

VDEI: Positionspapier "Digitalisierung der Bahnen - ja, aber mit System"

In dem heute veröffentlichten Positionspapier "Digitalisierung der Bahnen - ja, aber mit System" fordert der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) eine konsequentere und schnellere Umsetzung der Digitalisierung im Bahnsektor. Mit dem Papier macht der VDEI, auch im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl 2021, aufmerksam auf die dafür erforderlichen politischen Rahmenbedingungen.

"Um die Digitalisierung in der Praxis durch Einführung stringenter Prozesse und IT-Anwendungen ohne Verzögerungen in den Eisenbahnunternehmen umsetzen zu können, bedarf es für eine erfolgreiche Realisierung gezielter politischer kurz- und langfristiger Weichenstellungen" äußerte Dr. Thomas Mainka, Präsident des Verbandes. "Nur eine grundlegende, langfristige Planungssicherheit für die Unternehmen im Eisenbahnsektor ermöglicht die Ausbildung und Einstellung des für die Verkehrswende so dringend benötigen Fachpersonals".

Das Positionspapier beleuchtet verschiedene technische Erforderlichkeiten, wie die Einführung eines europaweit einheitlichen European Train Control System (ETCS), um die immer noch übliche Grenzaufenthalte von Zügen für das Aufspielen landestypischer ETCS-Besonderheiten zu vermeiden. Mehr politische Unterstützung benötigt ebenfalls die Einführung einer EU-weit einheitlichen Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) für schnellere Zugbildungen und -auflösungen im Güterzugsektor, um den Güterverkehr verstärkt auf die klimafreundliche Schiene zu bringen.

Doch nicht nur die Bahntechnik auch der Bahnkunde muss im Vordergrund stehen. So wird in dem Papier darauf hingewiesen, dass es eines über die Landesgrenzen hinaus einheitlichen Informationssystems zu den Zugläufen und eines grenzübergreifenden Ticketings mit einer entsprechend angepassten Tarifierung bedarf, das für den Bahnkunden leicht verständlich ist.

Pressemeldung Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V.

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