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Montag, 04 Oktober 2021 10:30

UIC: Internationaler Workshop über das INTERTRAN-Projekt unter der Ägide des Internationalen Eisenbahnverbands

Am 29. September fand ein internationaler Workshop zum INTERTRAN-Projekt im Hybridformat statt. Das INTERTRAN-Projekt wird unter der Schirmherrschaft des Internationalen Eisenbahnverbands von den Russischen Bahnen JSC umgesetzt.

An dem Workshop nahmen Führungskräfte und Experten von Eisenbahnunternehmen aus über 20 eurasischen Ländern, aus Australien und den USA, sowie Vertreter internationaler Organisationen, staatlicher Regulierungsbehörden und einer Reihe bedeutender Speditions- und Logistikunternehmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum teil.

Es wurden nicht nur die Projektergebnisse vorgestellt, sondern auch die von den Akteuren des intermodalen Verkehrsmarktes hinsichtlich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Implementierung der INTERTRAN-Informationstechnologie auf neuen Strecken zwischen Asien und Europa zu bewältigenden Herausforderungen erörtert. Die Teilnehmer hielten fest, dass die Bestrebungen der Transport- und Logistikbranche, der staatlichen Regulierungsbehörden und der internationalen Organisationen unbedingt zu koordinieren sind, um die digitale Transformation des transeurasischen Containertransitmarktes gezielt voranzutreiben.

In der nächsten Projektphase sollen die geografische Abdeckung voll digitalisierter Dienste und die Bandbreite der mit INTERTRAN beförderten Güter erweitert werden, u. A. auf verderbliche Waren.

Hintergrundinformationen

INTERTRAN ist ein komplexes Projekt zur Durchführung intermodaler Transporte mit elektronischen Begleitdokumenten, an denen jeweils das Seeverkehrsunternehmen, der durch JSC vertretene Beförderer, die Zollbehörden sowie der Absender und Empfänger beteiligt sind.

Dank der im Rahmen des Projekts erarbeiteten IT-Technologie für die Schnittstelle Hafen/Bahn sowie der Einführung eines elektronischen Systems für die Abwicklung der Zollformalitäten am Bestimmungsbahnhof konnte die Bearbeitungszeit der Dokumente bei der Durchführung intermodaler Transporte auf 21 Stunden reduziert werden.

Mit der Einführung der INTERTRAN-Informationstechnologie steigt das Volumen des Containerverkehrs mit elektronischen Beförderungsdokumenten und Versandanmeldungen rasch an, wobei auch die digitale Interaktion mit den Zollbehörden sichergestellt ist. Bisher wurden bereits mehr als 21.000 Container transportiert.

Der erste komplett digitale intermodale Transport erfolgte 2019 vom Hafen Yokohama über den Hafen Wladiwostok nach Moskau. Heute finden regelmäßig Transporte mit der INTERTRAN-Informationstechnologie zu allen Containerbahnhöfen der JSC statt. Im Jahr 2020 wurde die INTERTRAN-Informationstechnologie auch für den Transitverkehr zu Zielbahnhöfen in der Republik Belarus eingeführt.

Die Vorteile des INTERTRAN-Projekts zeigten sich insbesondere während der Coronapandemie, wo menschliche Kontakte eingeschränkt werden mussten und durch digitale Verfahren ersetzt werden konnten. Dies führte zu erhöhter Stabilität und Sicherheit im eurasischen Containerverkehr über das Gebiet der Russischen Föderation.

Pressemeldung UIC

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