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Mittwoch, 05 Januar 2022 12:34

RCG: DAK erstmals ab Februar in Österreich

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Foto DB AG.

Als nachhaltiges logistisches Rückgrat der europäischen Wirtschaft – für ein lebenswertes Europa, investiert die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) in die Zukunftsfähigkeit des Schienengüterverkehrs. Das Ziel ist, das System Schiene grundlegend zu transformieren.

Neben höherer Effizienz und Flexibilität soll vor allem der Zugang zum System Schiene vereinfacht werden, um für neue Kundengruppen leicht zugänglich zu sein – all dies stets mit dem Klimaschutz vor Augen, denn die Klimaziele werden nur erreichbar sein, wenn auch mehr Güter mit der Bahn transportiert werden. Clemens Först, RCG Vorstandssprecher betont: „Die Digitalisierung ist ein ganz wichtiges Element, um den Gütertransport schneller, moderner und ökologischer gestalten zu können.“

Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) ist erstmals ab Februar in Österreich

Derzeit laufen umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf europäischer wie auf nationaler Ebene, um die Serienreife der DAK zu erlangen. Sie soll von 2026 bis 2030 schrittweise in Europa die herkömmliche Schraubenkupplung komplett ablösen. Anfang 2022 wird die DAK nun auch erstmals nach Österreich kommen und zu besichtigen sein. Von Anfang Februar bis Anfang März 2022 wird der sogenannte „DAK Demonstratorzug“ des Projekts DAC4EU an vier verschiedenen österreichischen Stationen Halt machen und einem umfangreichen Testprogramm unterzogen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in die erforderliche Weiterentwicklung der DAK ein. Dies ist auch in Zusammenhang mit der Beteiligung der ÖBB als Gründungsmitglied an „Europe‘s Rail Joint Undertaking“ zu bringen. Hier stehen Bedarfs- und Umsetzungsorientierung bei der Entwicklung von Technologien klar im Vordergrund, mit Fokus auf Entwicklungen in den Bereichen Kapazität, Qualität und Produktivität. Eines der wichtigen Projekte des ÖBB-Engagements Beteiligung an „Europe‘s Rail Joint Undertaking“ bildet die DAK für den europäischen Güterverkehr, um weiterführende Arbeiten für eine Transformation des System Bahn zu leisten.

Die DAK wird den europäischen Schienengüterverkehr in mehrfacher Weise revolutionieren. Zum einen, weil Europa mit ihr einen technologischen Rückstand aufholt (neben Europa verwenden derzeit nur noch Nordkorea und Nordafrika die ineffiziente Schraubenkupplung). Zum anderen, leitet sie die Digitalisierung im Schienengüterverkehr ein, da mit ihr gleichzeitig auch eine Strom- und Datenversorgung in den gesamten Güterzug integriert werden kann. Das ist die Voraussetzung für zukünftige Innovationen im Bereich des intelligenten Güterverkehrs und in weiterer Folge für die automatisierte Betriebsführung.

SmartCargo – modernste Telematik-Lösung zur GPS-Überwachung

Gemeinsam mit A1 Digital hat die RCG ein Device entwickelt, das Güterwagen intelligent und – wie der Name schon verrät – smart macht. Das Gerät zeichnet Bewegungen der Wagen auf, übermittelt deren aktuelle Position und erkennt sogar Stöße. Laufend kommen neue Features hinzu. Für die Zukunft ergeben sich interessante Anwendungsgebiete für Zusatzsensorik – insbesondere im Bereich der Erkennung defekter Radsätze, der Türsensorik und der Verwiegung von Güterwagen. Insgesamt verbessert die RCG mit SmartCargo Kundeninformationen und optimiert auch interne Abläufe. Das Ziel: In Österreich sollen insgesamt 11.800 Güterwagen mit SmartCargo ausgestattet werden. Die 10.000er-Marke wurde bereits geknackt. Unterdessen wurde auch schon in Ungarn mit der Aufrüstung der Flotte begonnen.

Das europäische Konsortium DAC4EU

Das Konsortium DAC4EU, bestehend aus dem Konsortiumsleader DB AG, den Güterbahnen ÖBB Rail Cargo Group, DB Cargo und SBB Cargo sowie den Wagenhaltern Ermewa, GATX Rail Europe und VTG, setzt sich dafür ein, Züge in ganz Europa mit der Digitalen Automatischen Kupplung auszustatten. Mit Juni 2020 hat das Konsortium seine Arbeit aufgenommen. Bis 2030 sollen Züge in ganz Europa mit der neuen Technologie ausgestattet sein und dazu beitragen, dass der Schienengüterverkehr eine wesentliche Rolle im europäischen Mobilitätssystem der Zukunft spielt. Das deutsche Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) finanziert das Projekt in der Projektlaufzeit von zweieinhalb Jahren mit rund 13 Millionen Euro.

Pressemeldung RCG

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