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Donnerstag, 12 Mai 2022 12:11

Siemens: Starke operative Leistung und anhaltendes Wachstum – Ausblick bestätigt

Siemens hat auch im zweiten Quartal (bis 31. März 2022) seinen Wachstumskurs als fokussiertes Technologieunternehmen fortgesetzt. Im zweiten Quartal nutzte das Unternehmen gestiegene Wachstumschancen in vielen Schlüsselmärkten trotz eines weiterhin komplexen makroökonomischen Umfelds und bestätigt seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2022 auf Konzernebene.

Der Ergebniseffekt infolge der gegen Russland verhängten Sanktionen beläuft sich für das zweite Quartal auf insgesamt 0,6 Milliarden Euro aufgrund von Wertminderungen und anderen Belastungen, überwiegend bei Mobility. Siemens hat darüber hinaus ein geordnetes Zurückfahren der industriellen Geschäftsaktivitäten zum Austritt aus dem russischen Markt eingeleitet.

Siemens bestätigt seine finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2022 auf Konzernebene. Diese basieren auf der Annahme eines anhaltenden Wachstums des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Ferner unterstellt das Unternehmen, dass sich Herausforderungen für unsere Geschäfte aus COVID-19 sowie Engpässe in den Lieferketten im verbleibenden Teil des Geschäftsjahrs 2022 nicht verschärfen werden. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Siemens, dass das Industrielle Geschäft weiter profitabel wachsen wird. Der Gewinn nach Steuern enthielt im Geschäftsjahr 2021 einen positiven Beitrag aus Verkaufs- und anderen portfoliobezogenen Gewinnen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Es wird angenommen, für das Geschäftsjahr 2022 einen positiven Ergebnisbeitrag aus portfoliobezogenen Themen in ähnlicher Höhe, nach Abzug der Belastungen in Verbindung mit Russland, zu erzielen.

„Siemens hat im zweiten Quartal seinen Wachstumskurs fortgesetzt und eine starke operative Leistung erzielt. Der gestiegene Auftragseingang und Umsatz spiegeln erneut das Vertrauen unserer Kunden in uns wider, bei Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit zu unterstützen. In einem extrem schwierigen Umfeld ist unser Geschäft weiterhin stark“, sagte Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft verurteilen wir den Krieg in der Ukraine und konzentrieren uns darauf, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu leisten. Wir haben heute unsere Entscheidung bekannt gegeben, einen geordneten Prozess zur Beendigung unserer industriellen Geschäftsaktivitäten in Russland einzuleiten“, so Busch weiter.

„Mit starken operativen Ergebnissen und einem exzellenten Free Cash Flow von 1,3 Milliarden Euro unterstreicht das zweite Quartal unsere Leistungsfähigkeit und Stärke selbst unter herausfordernden Rahmenbedingungen. Die konkreten Ergebnisse unserer Portfolio-Optimierung und die kontinuierliche Bewältigung der Herausforderungen in der Lieferkette lassen uns zuversichtlich in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres blicken. Daher bestätigen wir unseren Ausblick“, sagte Ralf P. Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG.

Profitabler Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt

Siemens steigerte im zweiten Quartal die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, um 7 Prozent auf 17,0 Milliarden Euro (Q2 2021: 14,7 Milliarden Euro). Noch stärker legte der Auftragseingang zu und verzeichnete einen Anstieg auf vergleichbarer Basis um 22 Prozent auf 21,0 Milliarden Euro (Q2 2021: 15,9 Milliarden Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen („Book-to-Bill-Ratio“) liegt mit 1,23 auf einem ausgezeichneten Niveau. Der Auftragsbestand erreichte 94 Milliarden Euro.

Das Ergebnis Industrielles Geschäft belief sich auf 1,8 Milliarden Euro (Q2 2021: 2,0 Milliarden Euro). Die Ergebnismarge Industrielles Geschäft lag bei 14,6 Prozent ohne die russlandbezogenen Belastungen, 11,0 Prozent einschließlich der überwiegend nicht zahlungswirksamen Auswirkungen der Entscheidung, Russland zu verlassen (Q2 2021: 14,7 Prozent). Der Gewinn nach Steuern erreichte 1,2 Milliarden Euro (Q2 2021: 2,4 Milliarden Euro). Der Rückgang bei Ergebnis Industrielles Geschäft und Gewinn nach Steuern ist weitgehend auf Wertminderungen und andere Belastungen in Höhe von insgesamt 0,6 Milliarden Euro, vor allem bei Mobility, infolge der gegen Russland verhängten Sanktionen zurückzuführen. Darüber hinaus verzeichnete das Vorjahresquartal einen einmaligen Gewinn von 0,9 Milliarden Euro innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten aus dem Verkauf der Flender GmbH. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation belief sich exklusive der russlandbezogenen Belastungen auf 2,21 Euro und 1,50 Euro einschließlich der überwiegend nicht zahlungswirksamen Auswirkungen der Entscheidung, Russland zu verlassen (Q2 2021: 2,96 Euro).
Der sogenannte Free Cash Flow „all-in“, aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten, erreichte auf Konzernebene mit 1,3 Milliarden Euro erneut einen hervorragenden Wert (Q2 2021: 1,2 Milliarden Euro). Das Industrielle Geschäft verzeichnete einen starken Free Cash Flow von 1,9 Milliarden Euro und eine Cash Conversion Rate von 1,07.

Starke Entwicklung bei Digital Industries und Smart Infrastructure

Der Auftragseingang von Digital Industries erhöhte sich auf vergleichbarer Basis mit Zuwächsen über alle Geschäfte und Regionen hinweg um insgesamt 32 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro aufgrund der anhaltenden Wachstumsdynamik in wichtigen Marktsegmenten. Die Umsatzerlöse stiegen ebenfalls auf vergleichbarer Basis durch starke Wachstumsimpulse aus China und Europa um insgesamt 9 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Der stärkste Beitrag bei Auftragseingang und Umsatzerlösen kam aus den Geschäften Fabrikautomatisierung und Motion Control. Das Ergebnis belief sich auf 826 Millionen Euro und übertraf den Vorjahresquartalswert um 2 Prozent, während die Ergebnismarge bei 18,1 Prozent lag. Die Profitabilität wurde hauptsächlich durch niedrigere Umsatzerlöse im Softwaregeschäft und höhere Aufwendungen für cloudbasierte Aktivitäten belastet, einschließlich der Effekte aus der beschleunigten Umstellung von Teilen des Geschäfts auf Software-as-a-Service (SaaS), das im zweiten Quartal eine starke Kundennachfrage verzeichnete.

Bei Smart Infrastructure stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 22 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro. Haupttreiber war das sehr starke Wachstum in den USA, einschließlich größerer Aufträge für Rechenzentren und digitale Gebäudedienstleistungen. Die Umsatzerlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro in allen Geschäften, mit dem höchsten Beitrag vom Electrical-Products-Geschäft. Das Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 445 Millionen Euro gegenüber 386 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Zu dieser starken Leistung trugen alle Geschäfte bei, vor allem aufgrund höherer Umsatzerlöse, einer höheren Kapazitätsauslastung sowie Kosteneinsparungen im Rahmen der bekannten Initiativen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Ergebnismarge stieg auf 11,1 Prozent gegenüber 10,8 Prozent im zweiten Quartal 2021.

Mobility steigerte den Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro aufgrund eines höheren Volumens aus Großaufträgen, während die Umsatzerlöse um 9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro sanken. Aufgrund der gegen Russland verhängten Sanktionen war die Umsatzentwicklung vor allem im Schienenfahrzeug- und Kundenservicegeschäft durch eine Rücknahme der in vergangenen Perioden realisierten Umsatzerlöse in Höhe von 0,2 Milliarden Euro betroffen. Auch konnten Umsatzerlöse für im zweiten Quartal erbrachte Leistungen nicht erfasst werden. Als Folge der Sanktionen gegen Russland war das Ergebnis durch Wertminderungen und andere Belastungen in Höhe von rund 0,6 Milliarden Euro beeinträchtigt; Mobility verzeichnete insgesamt einen Verlust von 369 Millionen Euro; ohne russlandbezogene Belastungen belief sich die Ergebnismarge auf 8,4 Prozent.

Ausblick auf Konzernebene bestätigt

Für den Siemens-Konzern wird ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) von 6 Prozent bis 8 Prozent (zuvor ein prozentual mittleres einstelliges Wachstum) und ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) von über 1 erwartet.

Siemens erwartet weiterhin, dass durch das profitable Wachstum des Industriellen Geschäfts ein höheres unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) vor Effekten aus der Kaufpreisallokation in einer Bandbreite von 8,70 Euro bis 9,10 Euro erreicht wird, gegenüber 8,32 Euro im Geschäftsjahr 2021. Der Gewinn nach Steuern enthielt im Geschäftsjahr 2021 einen positiven Beitrag aus Verkaufs- und anderen portfoliobezogenen Gewinnen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Es wird angenommen, für das Geschäftsjahr 2022 einen positiven Ergebnisbeitrag aus portfoliobezogenen Themen in ähnlicher Höhe, nach Abzug der Belastungen in Verbindung mit Russland, zu erzielen. Portfoliobezogene Ergebnisse umfassen unter anderem die Verkäufe von Yunex Traffic und des Brief- und Paketabwicklungsgeschäfts von Siemens Logistics sowie unseres Anteils an Valeo Siemens eAutomotive.

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