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Mittwoch, 16 Mai 2018 13:09

Alstom: Gutes Jahresergebnis 2017/18 erleichtert Einstieg in die Fusion mit Siemens

Zwischen dem 1. April 2017 und dem 31. März 2018 erzielte Alstom einen Umsatz von knapp 8,0 Mrd. Euro, was einem hervorragenden Wachstum von +9% (+10% organisch) entspricht. Das bereinigte EBIT stieg auf 514 Mio. Euro und lag damit um +22% über dem Vorjahr, was zu einer bereinigten EBIT-Marge von 6,5% führte. Der Jahresüberschuss (Konzernanteil) betrug 475 Mio. Euro nach 289 Mio. Euro im Vorjahr. Im gleichen Zeitraumverbuchte Alstom Aufträge im Wert von 7,2 Mrd. Euro (-28 %, -27 % organisch), der Auftragsbestand blieb damit in etwa konstant (-2 %, +4 % organisch).

Im Geschäftsjahr 2017/18 betrug der Free Cashflow 128 Mio Euro. Die Nettoverschuldung blieb zum 31. März 2018 mit 255 Mio. Euro in etwa stabil. Das Eigenkapital belief sich zum 31. März 2018 auf 4,0 Mrd. Euro.

Auf der nächsten Hauptversammlung am 17. Juli 2018 wird Alstom eine gegenüber dem Vorjahr um 40% höhere Dividende von 0,35 Euro je Aktie vorschlagen.

Signaltechnik, Systeme und Dienstleistungen machten 57% des Umsatzes aus, was dem Ziel für 2020 von 60% entspricht. Der Systemumsatz stieg um rund 30 % durch den Fortschritt bei urbanen Systemprojekten im Mittleren Osten. Der Dienstleistungsumsatz erreichte 1,5 Mrd Euro, insbesondere durch die Überholung von Pendolino-Zügen in Großbritannien. Der Umsatz im Bereich Signaltechnik ging aufgrund eines ungünstigen Marktumfelds im Schienengüterverkehr und im Bergbau sowie aufgrund des Rückgangs einiger Projekte leicht zurück. Mit Lieferungen von Regional- und Hochgeschwindigkeitszügen in Europa, dem Beginn des Amtrak-Projekts in den USA, Lieferungen von Regionalzügen in Algerien und der laufenden Durchführung des PRASA-Projekts in Südafrika erreichte der Umsatz am Rollmaterial 3,5 Milliarden Euro.

"Diese hervorragenden Ergebnisse belegen den Erfolg der Strategie 2020 mit einem hervorragenden Umsatzwachstum und einer weiteren Margenverbesserung. Alstom hat die zunehmende Globalisierung des Mobilitätsmarktes weiter genutzt und ist nun in einer ausgezeichneten Position, um mit Siemens Mobility zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden Alstom und Siemens Mobility die Mobilität von morgen gestalten: effizient, nachhaltig und vernetzt", sagte Henri Poupart-Lafarge, Chairman und Chief Executive Officer von Alstom.

Im Oktober 2017 erhielten Alstom und NTL auf der Busworld in Belgien den Innovationspreis für Aptis. Schließlich hatte Alstom einen ersten kommerziellen Erfolg für seinen mit Wasserstoff betriebenen emissionsfreien Zug, Coradia iLint, in Deutschland.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 wird ein Umsatz von rund 8 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von bis zu 7% erwartet. Der geplante Zusammenschluss von Alstom und Siemens Mobility einschließlich des Geschäfts mit Bahnantrieben hat in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine erreicht.

Am 15. Mai 2018 gaben Alstom und Siemens die vorgeschlagenen Nominierungen für den künftigen Verwaltungsrat von Siemens Alstom bekannt. Der Verwaltungsrat der kombinierten Gesellschaft besteht aus 11 Mitgliedern, darunter sechs unabhängige Mitglieder. Diese Nominierungen stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Alstom-Aktionäre sowie des Abschlusses der Transaktion selbst, vorbehaltlich der Zustimmung verschiedener Behörden.

Das Closing wird zum Ende des Kalenderjahres 2018 erwartet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Alstom-Aktionäre auf der Hauptversammlung der Gesellschaft, die am 17. Juli 2018 stattfinden soll, sowie der zuständigen Aufsichtsbehörden, einschließlich der Genehmigung ausländischer Investitionen durch das französische Wirtschafts- und Finanzministerium und der Zustimmung der Kartellbehörden sowie der Bestätigung der französischen Kapitalmarktbehörde (AMF). Siemens hat bereits den internen Ausgliederungsprozess seines Mobilitätsgeschäfts und anderer verwandter Geschäftsbereiche eingeleitet, um sich auf den Zusammenschluss mit Alstom vorzubereiten.

Die neue Gruppe wird ihren Sitz in Saint-Ouen, Frankreich, haben und weiterhin an der Pariser Börse notiert sein. Im Rahmen dieser Transaktion erhält Siemens neu ausgegebene Aktien der kombinierten Gesellschaft, die 50 Prozent des Aktienkapitals von Alstom repräsentieren, auf voll verwässerter Basis.

WKZ, Quelle Alstom

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Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Mai 2018 13:34