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Montag, 23 September 2024 10:00

Rolls-Royce: 100 Jahre Bahnmotorengeschäft auf der Innotrans

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Fotos Rolls-Royce.

Rolls-Royce präsentiert auf der internationalen Bahnmesse Innotrans unter der Marke mtu vom 24. bis 27. September 2024 in Berlin seine Antriebs- und Servicelösungen in Halle 18, Stand 500. Dabei feiert das Unternehmen ein Jubiläum: Seit 100 Jahren treiben mtu-Produkte Züge an, darunter Strecken- und Mehrzwecklokomotiven, Hochgeschwindigkeitszüge sowie Nahverkehrstriebwagen. Gezeigt werden nachhaltige Antriebslösungen wie die mtu-Motoren der Baureihen 4000 und 1600 für Lokomotiven und die Unterflurantriebssysteme mtu PowerPacks für Triebwagen, die inzwischen alle für nachhaltige Kraftstoffe wie HVO freigegeben sind. Außerdem stellt Rolls-Royce seine Repower- und Remanlösungen vor.

fliegender hamburger with maybach go 5 engine maybach go 5

Vor 100 Jahren legte Karl Maybach mit dem weltweit ersten schnelllaufenden Triebwagen-Dieselmotor, dem Maybach G 4a, den Grundstein für die Bahnantriebe der heutigen Marke mtu. Maybach entwickelte auch den Motor GO 5 für den Schnelltriebwagen „Fliegender Hamburger“.

Mehr als 25.000 mtu-Antriebssysteme für Züge ausgeliefert
Seit 1924 hat Rolls-Royce über 25.000 Antriebslösungen für Bahnfahrzeuge auf die Schiene gebracht. Über die Hälfte aller Triebwagen in Europa sind von mtu-Motoren angetrieben, bei Lokomotiven gehört Rolls-Royce mit seiner Marke mtu zu den Top-4-Anbietern weltweit. „Mehr als 250 Bahnkunden schätzen Performance, Kompaktheit, Robustheit und geringe Abgasemissionen von mtu-Antriebssystemen“, erklärt Jonathan Chen, Vice President Global Rail. „Unsere Kunden nutzen unsere Servicelösungen wie Reman, um nachhaltig ihre Flotte zu überholen, was Bestandteil unserer Strategie ist.“

mtu-Bahnmotoren mit HVO reduzieren Emissionen deutlich ohne Leistungsverlust

Die mtu-Motoren der Baureihen 1800 (EU V & EU IIIA/IIIB), die in mtu PowerPacks zum Einsatz kommen, sowie die Motoren der Baureihen 1300, 1500, 1600 und 4000 (für Lokomotiven und Schienensonderfahrzeuge) sind für die Verwendung mit synthetischen Kraftstoffen (EN 15940) wie HVO freigegeben. Rolls-Royce hat die Motoren gründlich auf dem Prüfstand und im Feld mit HVO erprobt. Alle Untersuchungen zeigten ein vergleichbares Leistungsverhalten beim Betrieb mit HVO gegenüber fossilem Diesel (EN 590), bei gleichzeitiger Verringerung der Emissionen – insbesondere der Partikel und von CO2 bilanziell um bis zu 90 Prozent*.

Deutsche Bahn, Trenitalia, České dráhy nutzen Drop-in-Kraftstoff HVO

Die Deutsche Bahn verfolgt das ehrgeizige Ziel bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Damit das gelingt, setzt sie unter anderem auf den Einsatz von HVO. Dieser kommt bereits seit 2022 bei den Rangierlokomotiven der DB Cargo mit den mtu-Motoren der Baureihe 4000 zum Einsatz. Auch die Lokomotiven im Fernverkehr mit mtu-Motoren und im Regionalverkehr mit den mtu-Motoren der Baureihe 1800 nutzen den umweltfreundlichen Kraftstoff. Auch der RDC Autozug Sylt hat mtu-Motoren der Baureihe 4000 erfolgreich mit dem nachhaltigen Kraftstoff getestet. HVO erproben derzeit außerdem der tschechische Bahnbetreiber České dráhy mit mtu-PowerPacks und der italienische Bahnbetreiber Trenitalia mit mtu-Motoren der Baureihe 1600.

Für die Umstellung auf den Kraftstoff HVO sind weder Anpassungen am Motor noch an der Infrastruktur erforderlich. HVO ermöglicht aufgrund einer ähnlich hohen Energiedichte im Vergleich zu fossilem Diesel einen uneingeschränkten Motorenbetrieb hinsichtlich Leistung, Robustheit, Reichweite, Zuglast und Betankungsdauer.

Weitere Informationen und Testergebnisse im neuen Whitepaper: mtu-bahnmotoren erfolgreich mit HVO getestet (mtu-solutions.com)

Weitere Informationen zur Nutzung von HVO bei der Deutschen Bahn: „HVO schont den Motor“ (mtu-solutions.com)

*Namhafte europäische Hersteller von HVO-100 Kraftstoffen haben eine Reduktion der Treibhausgasemissionen (CO₂-Äquivalent) im Vergleich zu fossilem Diesel über den Produktlebenszyklus um bis zu 90 % anhand der Methode zur Berechnung der Lebenszyklus-Emissionen und der Emissionsreduzierung entsprechend der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien II (2018/2001/EU, „RED II“) ermittelt.

Pressemeldung Rolls-Royce

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